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Dark Man Shadow: Victims Of Negligence

Einmal quer durch
Wertung: 7,5/10
Genre: Melodic Death Metal / Melodic Black Metal
Spielzeit: 36:04
Release: 15.11.2013
Label: Schwarzdorn Production / Soulfood

Seit 1998 gibt es Dark Man Shadow nun schon. 2001 erschien das Debütalbum und nun, zwölf Jahre später, kommt das dritte Werk der Gießener ans Tageslicht. Hier sollte jetzt kurz der Stil der Band angerissen werden, was aber völlig unmöglich ist – kurz geht das jedenfalls nicht. Also holen wir ein bisschen aus: Dark Man Shadow spielen Black-Melodic-Gothic-Symphonic-Ambient-Death Metal – nicht unbedingt in dieser Reihenfolge.

Wer jetzt aber gleich die Nase rümpft wegen dieser Vielschichtigkeit und der Meinung ist, dass zu viel nun mal zu viel ist, der sei gebeten, noch ein bisschen weiter zu lesen. Trotz dieser umfangreichen Einflüsse, die das Trio verarbeitet hat, sind die Musiker in der Lage, ein geordnetes Chaos zu schaffen. Gerade wegen der ständigen Unruhe, den teils krassen Stimmungswechseln („Slur“ endet mit Double-Bass-Salven und Schreigesang, während „Len Dopis (Just A Letter)“ als volle Ballade beginnt) und den oft kontroversen Arrangements ergibt die Platte ein abstrakt homogenes Bild. Voraussetzung ist allerdings, dass man als Hörer die Zeit mitbringt, sich auf die Musik einzulassen. Von Easy-Listening sind wir hier nämlich weit entfernt. Erster Hinweis hierfür sind schon mal die Laufzeiten der einzelnen Songs.

An die 3-Minuten-Marke kommt nur ein Stück, die anderen sind teilweise erheblich länger. Der längste Titel wartet mit einer Spielzeit von über sechs Minuten auf – trotzdem ist die Platte mit einer Gesamtspielzeit von 36 Minuten nicht gerade überlang. Andersherum sind während dieser Spielzeit aber mehr Ideen verarbeitet als so manch andere Band für zwei Platten verbraucht. Wer das nicht glaubt, der soll sich einfach mal die ersten drei Lieder der Scheibe reinziehen – das Hörerlebnis dürfte jeden von der Ideenflut der Truppe überzeugen.

Gute, und vor allem viele Einfälle sind aber noch lange keine sichere Grundlage für ein funktionierendes Album, denn ein gutes Augenmaß für die Fülldichte der einzelnen Songs ist unermesslich. An diesem Punkt ist Kritik unumgänglich. Dark Man Shadow überladen die Lieder teilweise stark und töten damit immer wieder den gerade erspielten Drive. Ein praktisches Beispiel wäre „Betrayal Of Trust“. Immer wenn man sich als Hörer an eine spritzig-schnelle Passage gewöhnt hat und mitbangen möchte, hauen die Musiker den Stachel rein und bremsen alles wieder aus. So baut sich der Spannungsbogen mehrmals während des Songs auf, erreicht aber niemals den Höhepunkt.

„Victims Of Negligence“ ist ein tolles Album mit ein paar Schwächen, die vor allem die Melo-Deather und Melo-Black-Metaller am ehesten werden ignorieren können. Ein bisschen verspulte Songs muss man schon vertragen, sonst ist das Album kein Hörgenuss.

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