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Dark Embrace: The Call Of The Wolves

Zahme Wauwaus
Wertung: 5/10
Genre: Dark Metal
Spielzeit: 38:29
Release: 10.11.2017
Label: 7hard

Die Spanier von Dark Embrace präsentieren mit „The Call Of The Wolves“ ihr zweites Album nach „Rebirth Of Darkness“. Eine südeuropäische Metalband mit Wölfen auf dem Cover und einem solchen Albumtitel lässt manchen vielleicht an eine andere südeuropäische Band denken, die vor vielen Jahren ein recht brauchbares Album veröffentlichte, auf dessen Cover ebenfalls diese Tierchen prangten. Durch eine solche erste Assoziation zu Moonspell und deren Glanztaten werden jedoch auch große Erwartungen geweckt, die dann leider nicht erfüllt werden. Denn die musikalischen Gemeinsamkeiten mit den Portugiesen sind bestenfalls nur ganz oberflächlich. Zwar kann man den Stil von Dark Embrace schon irgendwie als Dark Metal beschreiben, was allerdings hauptsächlich an den Vocals liegt. Nimmt man die, zugegebenermaßen ziemlich fies klingenden, Growls weg, bleibt im Grunde jedoch eher melodischer Power Metal, der mit viel Keyboards versehen ist. Diese geben dem Album eine durchaus fröhliche Grundstimmung. Klarer Gesang und die bereits erwähnten Growls wechseln sich auf dem Album ab. Alles zusammen sorgt für eine gewisse Eingängigkeit beim ersten Hören, wirkliche Begeisterung stellt sich aber nicht ein, denn musikalisch bleibt irgendwie nicht viel hängen. Aus der Reihe fällt nur „Proud Of You“, welches mit durchgängigem Klargesang auffällt und einen hymnischen Charakter hat. Der Gesang an sich ist zunächst einmal gewöhnungsbedürftig, was nicht bedeuten soll, dass er grundsätzlich schlecht ist, aber die oftmals theatralisch anmutende Darbietung ist sicher nicht jedermanns Sache.

Natürlich kann man sich darüber streiten, was nun Dark Metal ist und wie er sich anhören muss, im Vergleich zu anderen Vertretern des Genres lassen es Dark Embrace jedoch sowohl an Härte als auch an Düsternis mangeln. Das heißt jetzt nicht, dass ein schlechtes Album vorliegt, gewisse Erwartungen werden jedoch enttäuscht. Da hilft auch der Dani Filth- Gedächtnisschrei in „Let The Blind To See“ nicht, der an das Original auch nicht herankommt.

Dark Embrace bedienen einige Klischees des Heavy Metal in vollen Maßen. Das Offensichtlichste ist dabei das Cover: Wölfe als optischer Aufmacher eines Metal- Albums sind jetzt nicht gerade die Neuerfindung des Rades. Den süßen Wauwaus durch die Bildbearbeitung noch ein paar mystische Flammen über die Köpfe zu zaubern, lässt sie auch nicht gefährlicher wirken. Klischeebeladen sind auch einige Texte, extremes Beispiel wäre der Refrain des Titelstücks: „The Call Of The Wolves- Uooo Uoo (Theatralischer-epischer Singsang); The Call Of The Wolves- Blood Wolves, The Call Of The Wolves- Uooo Uoo; The Call Of The Wolves- Blood Wolves“. Was die Texte angeht, gibt es zwar Kapellen, die sich weitaus Schlimmeres leisten, aber bei Dark Embrace versteht man den Sänger stellenweise recht gut, das gepaart mit der bereits angesprochenen Theatralik ist teilweise schon eine sehr harte Nummer.

Fazit: Dark Embrace leisten sich hier bestimmt keinen völligen Reinfall, sind aber leider an einen Rezensionisten geraten, welcher mit deren musikalischem Stil nicht viel anfangen kann. Wer sich vorstellen kann, mit einer „harmloseren“ Version alter Moonspell-Alben glücklich zu werden, darf gerne ein Ohr riskieren.

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