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Dark Age: Minus Exitus

Zwar dünne Produktion, aber das Ergebnis ist dennoch ordentlich
Wertung: 7/10
Genre: Metal
Spielzeit: 50:17
Release: 22.02.2008
Label: Remedy Records

Die Norddeutschen von Dark Age gibt es mittlerweile auch schon eine ganze Weile, wurde die Band schließlich im Jahr 1994 von Eike Freese, André Schumann und Oliver Fliegel gegründet, damals aber noch unter dem Namen Dyers Eve. Doch bereits im Jahr darauf nannte man sich in Dark Age um. Stilistisch war man in den Anfangstagen noch im Death Metal anzuordnen, der aber mit der Zeit immer melodischer wurde, was bereits beim Debut Album „The Fall“ aus dem Jahr 1998 bemerkbar war. Im Jahr 2000 folgte die zweite Langrille „Insurrection“, was den Jungs einen Auftritt beim Wacken Open Air bescherte. Den Durchbruch schaffte man endgültig mit dem 2002er Werk „The Silent Republic“, welche die Band noch melodischer und straighter zeigte. Nachdem man im Folgejahr die Demos unter dem Namen „Remonstrations“ neu einspiete und wieder veröffentlichte, folgte 2004 das letzte Studioalbum in Form von „Dark Age“, welches die Band noch deutlicher vom Death Metal Background entfernte. Nach der DVD „Live, so far…“ im Jahr 2006 steht nun mit „Minus Exitus“ das neue Album in den Läden.

Eigentlich war ja „Minus Exitus“ bereits für das Jahr 2007 angekündigt gewesen, was man aber nun auf Februar 2008 verschieben musste.

An sich ist das neue Album ja nicht schlecht, aber irgendetwas vermisse ich bei den Songs, allerdings kann ich Euch nicht sagen, was. Ich bin mir dabei sicher, dass viele die Musik bestimmt sehr geil finden werden. Dennoch haut mich die Musik nicht wirklich vom Hocker…

Liegt es vielleicht daran, dass die klaren Gesangslinien uninspiriert klingen und mit den heutigen Standards (Mercenary, Soilwork, Kamelot, Evergrey, um nur mal einige zu nennen) überhaupt nicht mithalten können? Denn was Eike Freese hier abliefert, ist echt nur Durchschnitt (vor allem die langweilige Strophe von „No Way Home“), die aggressiven Vocals beherrscht er hier deutlich besser!

Oder etwa die belanglosen Keyboards, die so überflüssig sind wie ein Reiskorn in China? Denn mal ehrlich: Unter herausragender Keyboard-Arbeit verstehe ich was anderes. Hört Euch hierzu mal die aktuellen Werke von Evergrey, Black Comedy, Mygrain, Kamelot oder sogar Helloween an, das sind Welten! Lediglich „No Way Home“ besticht durch einen coolen atmosphärischen Synth-Teppich, über den Rest breite ich lieber den Mantel des Schweigens.

Das letzte Manko ist die etwas dünne Produktion. Das Schlagzeug klingt ja ganz ok – naja ok, die Toms könnten stellenweise mehr Wums vertragen und die Snare klingt etwas 80er mäßig. Allerdings wären die Gitarren mit einem satteren StageOne, Antfarm oder Hansen Studio Sound noch besser. Wenn man bedenkt, dass man „Minus Exitus“ im eigenen Studio aufgenommen hat, ist das Resultat echt beachtlich, aber bei solch rifforientierten Songs müssen die Gitarren einfach braten, sorry!

Ansonsten ist „Minus Exitus“ aus musikalischer Sicht wirklich sehr gut ausgefallen. Vor allem „The Dying Art of Recreation“, „Seven“ (mit Sample am Anfang), „Cold“ oder das oberhammermäßige Instrumental stechen hier besonders hervor und zeigen, dass Dark Age auf dieser Ebene sich mit den Großen messen könnten.

Fazit: Wenn Ihr Dark Age bisher noch nicht kanntet, empfehle ich vorerst mal, via MySpace oder beim Plattenhändler eures Vertrauens in die Scheibe reinzuhören, bevor Ihr blind zuschlagt. Wenn Euch die obigen Punkte nicht weiterhin stören sollten, kann man aber „Minus Exitus“ sorgenlos kaufen.

Als Tipp: Es gibt noch eine Special Edition mit einer DVD, welche das Konzert vom Rage against Racism Festival enthält.

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