Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Dantalion: Call Of The Broken Souls

Aggressiver Black Metal
Wertung: 8/10
Genre: Black Metal
Spielzeit: 46:52
Release: 18.01.2008
Label: Det Germanske Folket

Seit jeher hat die südliche Black-Metal-Szene unter Fans und Kritikern einen äußerst schweren Stand, hervorgerufen durch massenweise durchschnittliche, häufig auch kitschige Alben, die den Status des dortigen Genres phasenweise sogar unbewusst ins Lächerliche zogen. Dementsprechend schwer ist es für tatsächlich hoffnungsvolle Newcomer, in diesem Fall Dantalion, sich den offensichtlichen Schmähungen zu widersetzen bzw. überhaupt für eine faire Chance zu kämpfen. Selbst wenn diese anlässlich des Materials des neuen Albums „Call Of The Broken Souls“ auf jeden Fall verdient wäre…

Die Iberer machen nämlich grundsätzlich alles richtig; der Stoff ist jederzeit hymnisch konstruiert, trotz vermeintlich epischer Songlängen jederzeit nachvollziehbar und teilweise sogar mit sehr deutlichen, löblichen Quertendenzen zur Pagan-Szene ausgestattet. Von Beginn an schwebt so ein kleiner Funken Dissection über dem Material, begleitet von getragenen Viking-Gitarren, weitläufigen Arrangements und einer brillanten Melodik.

Der Lohn folgt sogleich: Nach dem ruhigen Intro „Antaruxa“ erweist sich schon der Quasi-Opener „Wandering Along The Paths“ als finsterer Hymnenstoff oberster Kajüte, insbesondere wegen der ruhigen, eleganten Ausstrahlung des Songs. Obwohl Dantalion so manches in die Komposition verfrachten, wirkt hier nichts überladen oder gekünstelt. Positiv kommt hinzu, dass sich die Band nicht auf Keyboards oder ähnliche synthetische Sounds stützt; alles ist natürlich und prinzipiell schlicht, dafür aber umso effizienter inszeniert.

Den zu Beginn eingeschlagenen Pfad verfolgen Dantalion auch im weiteren Verlauf von „Call Of The Broken Souls“; der Stoff wird zwar zunehmend düsterer mit Höhepunkten wie „Forest Of Laments“, jedoch bleibt dieser majestätische, hymnische Unterton in nahezu allen sieben Stücken erhalten und manifestiert sich vor allem in den heroischen Melodien, die auch „Cold Winter Dusk“ und „Prophecy Of Sorrow“ ausstrahlen. Kaum zu glauben, dass hier keine Band aus dem hohen Norden am Werke ist, so authentisch klingen weite Teile der Songs.

Bis zum fulminanten Schluss lassen sich die Spanier dann auch nicht mehr die Butter vom Brot nehmen. Mit dem schleichenden Abgang in „…As The Candle Fades“ schließt man ein durchweg bärenstarkes Black-Metal-Album, welches vor allem die Pagan-Szene unter den Finster-Metallern mächtig begeistern dürfte.

Fazit: Wer seinen schwarzen Stahl bevorzugt melodisch schmiedet und auch gegen eine gesunde Aggression nichts einzuwenden hat, sollte sich dringend mal mit diesen vermeintlichen Exoten aus Galizien beschäftigen!

comments powered by Disqus

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna