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Damnation Defaced: Resurrection Stillborn - The Blackest Halo

Passable EP zwischen Progressivität, Härte und Melodik
Wertung: 6.5/10
Genre: Progressive Death Metal
Spielzeit: 39:19
Release: 09.01.2009
Label: Eigenproduktion

Im Jahre 2006 gegründet, konnte das Celler Quintett Damnation Defaced bereits ein Jahr später mit der Demo-CD „Blade Upon Your Throat“ auf sich aufmerksam machen. Man hat sich dem progressiven, melodischen Death Metal verschrieben, allerdings mit dem Ziel, immer schön brutal zu bleiben und nicht wie einer von den, laut eigenen Worten, „neumodischen Göteborg-Klonen“ zu klingen.

In der Tat ist die melodische Schwedentod-Schule inzwischen bis zum Erbrechen ausgereizt worden – ob es Damnation Defaced allerdings bereits auf ihrem Demo gelang, sich trotz melodischer Einflüsse davon musikalisch zu distanzieren, kann ich nicht beurteilen, da mir die Demoscheibe nicht bekannt ist. Auf der inzwischen erschienenen EP „Resurrection Stillborn – The Blackest Halo“ allerdings ist, wie man zugeben muss, eine eigenständige Handschrift zumindest teilweise durchaus erkennbar.

Das Intro „Desecrate The Desolation“ (nettes Wortspiel übrigens) lässt anhand der melancholischen Klavier- und Celloklänge bereits eine gewisse Musikalität erkennen und mit seinem bedächtigen Aufbau erahnen, dass es, sobald dieser Auftakt vorüber ist, bestimmt amtlich zur Sache gehen wird. Und richtig: Beim sich anschließenden „The Grief Of Cold Dead Eyes“ wird mit Blastbeats und schnellem Gitarrenriffing gleich mal der Hammer herausgeholt und die alsbald folgenden Tempowechsel, sowie ein clever eingebauter ruhiger Part mit Keyboards untermauern den progressiven Anspruch, den die Band an sich selbst stellt.

Beim danach erklingenden „Buried In Oblivion“, das mit einem Basslauf beginnt, der sehr gut an das Ende des vorigen Tracks angeschlossen wurde, schimmern dann allerdings doch die Göteborg-Einflüsse durch, und schon versteht man, warum sich die Band eigentlich eher von diesem Sound distanzieren will – die Melodien mögen ganz catchy sein, aber es ist eben nichts, was man nicht schon mal gehört hätte. Da hat mir das vorangegangene Stück doch besser gefallen. Schon irgendwie witzig, dass die Gruppe letztlich in die Falle läuft, die sie eigentlich umgehen wollte.  

Der instrumentale Titelsong ist dann schon wieder etwas progressiver ausgefallen, während „The Blackest Halo“ erneut irgendwo im Göteborg-Sound herumdümpelt. Das finale „In The Absence Of Light“ wiederum kann mit einem coolen Outro mit Dampfwalzenriffing, welches von einer gesprochenen Passage untermalt ist, punkten, als Bonus gibt es schließlich noch eine Neuaufnahme von „Blade Upon Your Throat“.

Insgesamt ist man ein wenig hin und hergerissen. Damnation Defaced vermögen es streckenweise recht gut, gleichzeitig brutal und progressiv zu klingen (besonders in „The Grief Of Cold Dead Eyes“), die Hooklines in den etwas gemäßigteren Stücken aber klingen zu austauschbar. Daran allerdings kann man ja noch arbeiten; dies sollte im Übrigen auch Sänger Philipp Bischoff tun, dessen gleichförmiges heiseres Gebrüll keinerlei Akzentuierung besitzt und demnach kaum verständlich ist.

Die Band ist schließlich noch jung und besitzt in jedem Fall Potential, zumal man auch technisch recht überzeugend agiert. Besonders lobend muss vor allem die Produktion hervorgehoben werden, die für eine Eigenproduktion sensationell ausgefallen ist und allemal professioneller herüberkommt als die CD-Rom, die der Rezensent zugeschickt bekommen hat und mit der der Player doch einige Anlaufschwierigkeiten hatte...

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