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Damnation Defaced: Invader From Beyond

Science-Fiction meets Death Metal
Wertung: 8/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 42:25
Release: 06.10.2017
Label: Apostasy Records

Nanu, Death Metal mit futuristischer Weltraumstimmung? Ja, haben Hypocrisy etwa heimlich ein neues Album veröffentlicht, oder was? Natürlich nicht (Überraschung), das hätte man wohl dann doch irgendwo mitbekommen. Nein, es sind Damnation Defaced aus Celle, die hier mit ihrem aktuellen Werk „Invader From Beyond“ vermeintlich im Fahrwasser der Schweden ihr Unwesen treiben. Jedoch nur vermeintlich, denn wenn man bei der Beschreibung des Musikstils und der thematischen Ausrichtung des Albums auch auf starke Ähnlichkeiten zwischen den beiden Kapellen schließen könnte, so hat „Invader From Beyond“ in der Praxis gar nicht so viel mit den Veröffentlichungen von Hypocrisy gemein.

Damnation Defaced spielen „groovenden und rythmisch versierten Death Metal“ und kombinieren diesen mit akustischen Science-Fiction-Elementen. Das Quartett setzt sowohl auf teilweise sehr melodische Einschübe wie auch auf Death Metal-Härte. Dabei werden die typischen Genremerkmale ausgepackt (Growls, harte, rythmische Gitarrenriffs, schnelle Drums etc.). Das machen Damnation Defaced durchaus solide, will heißen, dass es eigentlich nichts auszusetzen gibt, aber andererseits gibts auch wenig, was langfristig aus der breiten Masse herausstechen würde. Was den Sound der Herren jedoch stark aufpeppt, sind die Synthesizer, welche für das Science-Fiction-Feeling sorgen.

Hierbei gelingt es Damnation Defaced, ihren Sound aufzupeppen, ohne dass der Death Metal-Anteil weichgespült wird. Die Science-Fiction-Synthies bereichern das Album und sorgen für ein relativ eigenständiges Erscheinungsbild, denn nach Hypocrisy klingt „Invader From Beyond“ nicht. Man kann den Herren auch nicht vorwerfen, dass sie auf die elektronische Unterstützung angewiesen wären und ohne Synthesizer nicht viel Erwähnenswertes übrig bliebe, denn streicht man diese Passagen weg, bleibt, wie bereits erwähnt, immer noch ein gutes Death Metal-Album übrig, das sich hinter niemandem verstecken muss.

Allerdings sei denen, welche den ganz harten musikalischen Knüppel brauchen, noch gesagt, dass sie mit „Invader From Beyond“ nicht ganz glücklich werden dürften, denn richtig heftig und brutal wird es nicht. Ob die Science-Fiction-Passagen genügen, das Album aus der Masse hervorzuheben, bleibt abzuwarten. Der erste Eindruck lässt jedoch hoffen.

Nicht nur musikalisch bieten Damnation Defaced ein gehobenes Niveau, auch der Sound von „Invader From Beyond“ kann sich hören lassen. Gut, wenn Dan Swanö himself seine nicht ganz unerfahrenen Hände mit im Spiel hat, kann man davon ausgehen, dass man ein ansprechendes Ergebnis bekommt.

Artwork und Texte runden das futuristische Gesamtpaket ab. Somit gibt „Invader From Beyond“ ein in sich stimmiges Gesamtbild ab. Fazit: Damnation Defaced liefern ein mehr als ordentliches Album ab und haben dabei ihren eigenständigen Sound kreiert. „Invader From Beyond“ macht Spaß und weckt die Neugier auf weitere Veröffentlichungen der Band.

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„Weil wir einfach wissen, dass wir als Band nur funktionieren, wenn wir uns nicht verbiegen“