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Dalriada: Igéret

Wie konnte diese Perle bis jetzt unentdeckt bleiben?
Wertung: 9.5/10
Genre: Folk Metal
Spielzeit: 44:29
Release: 18.02.2011
Label: AFM Records

Man unterstelle jetzt dem Leser einmal, dass er sich hauptsächlich durch die gängigen Print- und Onlinemedien auf dem Laufenden hält. Dann hat er hierzulande noch nicht viele Chancen gehabt, sich mit Dalriada zu befassen. Allerhöchstens in irgendwelchen Kleinstartikeln wurde über die ungarische Folk Metal Band bisher berichtet. Dass der Gruppe damit elends unrecht getan wurde. wird diese Review erläutern.

Dalriada veröffentlichen mit „Igéret“ bereits ihr sechstes Album. Das ist soweit noch nichts Ungewöhnliches. Wenn man das Herkunftsland der Band mit berücksichtigt, dann wird die Sache schon etwas aufregender. Gäbe es in Ungarn nicht die Ausnahmeband Ektomorf, dann wäre das Land am Balaton im Bezug auf die Metalkultur völlig unerheblich. Leider, denn ein genaueres Hinsehen zeigt, dass sich in Ungarn, wie übrigens in allen früheren Ostblockländern, eine aktive und sehr produktive Metalsubkultur gebildet hat, die unserer hier in Deutschland fast in nichts mehr nachsteht. 

Musikalisch haben sich Dalriada dem Power Metal und dem Folk Metal verschrieben. Direkte Parallelen zu anderen Bands lassen sich nur schwer ziehen. Man muss sich eine Mischung aus Turisas, Arch Enemy (nur wegen der Vocals) und Sabaton vorstellen. Die am nähesten verwandte Gruppe dürfte Arkona sein. Die Russen klingen sehr ähnlich und haben auch etwa die gleiche stilistische Ausrichtung. Am interessantesten an Dalriada ist ohne Zweifel der Gesang von Frontfrau Laura. Das blonde Powerpaket deckt mal so eben das Spektrum zwischen Anette Olzon von Nightwish und Angela Gossow von Arch Enemy ab. Und das ist durchaus wörtlich zu nehmen. Laura säuselt in den lieblichsten Klangfarben und keine Sekunde später verwandelt sie sich in ein wahres Growlmonster. Man kann den Gesang, den die Dame an den Tag legt, durchaus als bewundernswert bezeichnen. Instrumentiert sind Dalriada mit den typischen Instrumenten einer Folk Metal Band. Zwei Gitarren sorgen für den richtigen Drive, Schlagzeug und Bass kümmern sich um den Rhythmus und das Keyboard übernimmt vermutlich die Geigenparts. Sängerin Laura spielt auch noch Flöte. Die Musik der Ungarn baut sehr stark auf Melodien auf, die Mátyás und András mit ihrem geilen Gitarrensound, der schwer an einen typischen L.A. Lead-Sound erinnert,  sehr emotional rüberbringen. Schön ist auch, dass die kompletten Lyrics auf ungarisch gehalten sind. Man versteht zwar dadurch kein Wort, die Lyrics klingen dadurch aber viel freier und sehnsüchtiger.

Besonders gelungen sind die Titel „Hajdutanc“, „Ígéret“ und "Kinizsi Mulatsaga". Doch auch alle anderen Titel können herangezogen werden, um sich ein Bild zu machen

Natürlich ist die CD als allererstes Fans des Folk-Metal-Genres wärmstens ans Herz zu legen. Musikliebhaber, die auf Powerfrauen stehen, kommen an dieser Platte auch nur sehr schwer vorbei. Power-Metal- und True-Metal-Fans sollten sich auch die Zeit nehmen, in dieses Kleinod hineinzuhören, es zahlt sich sicherlich aus.

Man kann nur hoffen, dass sich der Trend fortsetzt und immer mehr metaluntypische Länder mit solchen Bands glänzen werden.

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