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Daily Terroristen: Tritt in den Arsch

Straighter, kompromissloser Deutschpunk der alten Schule
Wertung: 6.5/10
Genre: Deutschpunk
Spielzeit: 66:0
Release: 08.02.2008
Label: Dritte Wahl Records

Daily Terroristen? Wem dieser Name noch bruchstückhaft irgendwo im Hinterkopf herumschwirrt, dem sei gesagt, dass es sich um die Musiker der Kult-Punkband Daily Terror handelt, welche neben Slime und Toxoplasma zu einer der namhaftesten Bands der deutschen Punkszene gehör(t)en. Nach einem heftigen Streit mit ihrem alten Sänger Pedder haben die vier Terroristen um Lutz, Bratze, Coby und Uwe sich entschlossen, ohne ihren Sänger weiterzumachen und firmieren fortan unter dem Namen Daily Terroristen.

Was wird musikalisch geboten? Die Urpunker setzen auch beim „Tritt in den Arsch“ auf bewährte Zutaten. Will heißen: Kompromissloser Deutschpunk ohne jegliche Fremdeinflüsse, welcher einem dumpfen Schlag in die Fresse gleicht und die 3-Akkorde Tradition mit Bravour fortführt. Wer Innovationen sucht, ist hier also fehl am Platz. Die Texte prangern nach wie vor die Gesellschaft an, haben aber genretypisch nur wenig Substanz, sondern dienen einfach nur als Ventil für den Zorn, der sich gegenüber dem Staat gebildet hat.

Dass sie jedoch gereift sind, merkt man an den selbstkritischen Tönen, sodass sie sich nicht NUR in typischer Punkrock-Manier der Phrasendrescherei über Faschopack und Bullenschweine hingeben. Bereits mit dem selbstironischen Titeltrack sowie dem daraufhin folgenden „Knüppel aus dem Sack“ fängt das Album sehr stark an. Energisch, kraftvoll und mit einer geballten Mitgröhlgarantie wird hier einmal mehr ein klares Statement in Hinsicht auf ihre Einstellung gesetzt.

In „Wenn der Himmel weint“ hingegen nimmt es deutlich an Tempo ab, bietet dafür jedoch einen rauen Straßenkötercharme, der durchaus zu überzeugen weiß und in diesem Punkt ein wenig an die Onkelz erinnert. Einen klaren Anspieltipp vergebe ich an die „Kleine Revolution“, welche sehr gefühlsbetont daherkommt, wo jedoch stets die latente Aggression präsent ist, was mich ein wenig an Bands wie Der Dicke Polizist erinnert. Mit „Ich will euch Fliegen sehn“ beginnt schließlich die Terroristen-Party, 5 Bonustracks, welche die Live-Qualitäten der Band zeigen und so manche Punk-Feier auflockern dürften.

Hervorzuheben ist schließlich „Force Attack“, ein Tribut an das gleichnamige Punk-Festival in Benkenhagen, welches derbe rockt. Leider ist die musikalische Umsetzung,im Gesamtkontext betrachtet, zu beliebig und austauschbar geraten sodass die Scheibe recht schnell langweilig wird.

Fazit: Wer jedoch auf schnellen, aggressiven Punkrock der alten Schule steht, der ist mit diesem Machwerk bestens bedient.

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