Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Dagorlad: Herald Of Doom

Mieser als mies - Finger weg!
Wertung: 1.5/10
Genre: Dark Metal
Spielzeit: 54:49
Release: 06.10.2007
Label: Shiver Records

Es gibt solche Alben, bei denen man sich ernsthaft fragt, inwiefern man selbst als Metal-Liebhaber noch Toleranz aufbringen muss. Ein Beispiel aus dieser vorbelasteten Kategorie hört auf den Namen „Herald Of Doom“, stammt von der belgischen Düster-Metal-Combo Dagorlad und ist mitunter das am meisten anstrengende, nervtötende und penetrante Album, welches die finstere Szene in Jahren hervorgebracht hat. Das Benelux-Duo maßt sich auf seinem Konzeptwerk an, sich dem Vergleich mit Genre-Heroen wie Bal-Sagoth zu stellen, und geht hierbei wirklich sang- und klanglos unter. Hässliche Arrangements, unschlüssige Strukturen, ein vollkommener Mangel an jeglicher Form von Homogenität und eine stete Dissonanz zeichnen die zehn Songs von „Herald Of Doom“ und steigern derweil unfreiwillig das Aggressionspotenzial des Zuhörers. Spätestens im peinlichen „Silver Cross Brotherhood“ tendiert man dazu, durch den CD-Schacht zu kriechen, die miesen Keyboards aus dem Silberling zu prügeln und ihnen jede Taste einzeln zu entreißen. Aaarrrgggh, was für ein penetranter Matsch, den die beiden Protagonisten hier auf Konserve gebannt haben!

Diese Tastendominanz ist jedoch nicht das einzige abschreckende Element auf „Herald Of Doom“. Wenn man sich nämlich nicht gerade über das synthetische Background-Bild aufregt, gehen einem auch schon die mangelhaften Gitarren-Parts und das völlig planlose Gesangsstück auf den Keks. War denn hier wirklich kein externer Produzent zugegen, der dem undifferenzierten, völlig strukturlosen Chaos Einhalt gebieten konnte? Was jedenfalls hier schlussendlich festgehalten wurde, grenzt an auditiver Körperverletzung, ist andererseits aber auch ein gutes Beispiel dafür, wie schlecht man in belgischen Landen mit den Rohstoffen umgeht. Wenn man nämlich mal ganz streng ist, hätten sich Dagorlad nämlich auch die dreijährige Arbeitszeit und den finanziellen Einsatz sparen können und sich dafür Dingen gewidmet, die ihnen besser liegen.

Musik jedenfalls scheint nicht die Stärke des Duos AOD/Philippe zu sein, das haben die beiden bei ihrer aktuellen Kollaboration erschreckend deutlich unter Beweis gestellt. Vermeintlich ist der Verriss an dieser Stelle auch etwas heftig, aber wenn eine Band sich mit solch unterirdisch schwachem Material bewirbt, muss sie auch die Konsequenz ertragen können. Und die resultiert in diesem Fall in der Bitte, die Karriere bitte baldigst an den Nagel zu hängen, wenn man dies hier ernsthaft als Kunst verkaufen möchte!

comments powered by Disqus