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Dagor: Attack Of The Warmachine

Insgesamt zu durchschnittlich
Wertung: 4.5/10
Genre: Death Metal, Metal
Spielzeit: 53:14
Release: 30.06.2007
Label: Eigenproduktion

Obwohl Dagors selbstproduziertes Debüt „Attack Of The Warmachine“ erst im Juli 2007 erschienen ist, könnte man beim Hören der Scheibe echt meinen, man hätte es mit einem Album zu tun, welches bereits etliche Jahre auf dem Buckel hat. Dies liegt zum einen daran, dass Dagor ziemlich old – schooligen Metal spielen, der von der Stimme her absolut Parallelen zu Six Feet Under zeigt, instrumental allerdings relativ unberechenbar ist, wobei ich persönlich hier doch am ehesten, aber eben nicht abschließend, an Thrash Metal der 80er und frühen 90er erinnert werde. Zum anderen liegt es am relativ ursprünglichen, leider streckenweise zu dumpf gehaltenen Sound von „Attack Of The Warmachine“.

Das Quartett aus der Pfalz präsentiert hier ein Album, das auf der einen Seite zwar durchaus gute Ideen aufweist und bei dem Dagor zeigen können, dass sie wirklich einen recht eigenständigen Sound innehaben, das aber auf der anderen Seite auch zu viele unterdurchschnittliche Songs aufweist, sodass ich für „Attack Of The Warmachine“ leider keine höhere Bewertung geben kann. Die Schwächen zeigen Dagor vor allem dann, wenn sie den Extremmetal – Sektor verlassen und die cleanen Vocals von Gitarrist Ronnie, die eigentlich dominanten Death Metal – Vocals von Bassist Swen als Hauptanknüpfungspunkt ablösen (vgl. „Wish“, „Fate“ oder „Armageddon“). Das mag zwar die ein oder andere Konvention sprengen, wirkt aber insgesamt viel zu gefällig und austauschbar. Zwar ist dieses Zusammenspiel von harten und eher soften Songs gut gemeint, im Endeffekt jedoch muss man sagen, dass die eben angesprochenen Songs den ambitionierten Ideen der Band nicht Stand halten können.

Ehrlich gesagt muss ich gestehen, dass ich abgesehen vom sehr an alte Metallica erinnernden Opener „Only The Weak“ keinen Song als wirklich gut bezeichnen würde. Dieser aber verfügt über ein sehr cooles Gitarrenriff, rockt amtlich nach vorne und auch die Vocals können mich überzeugen. Der Rest des Albums pendelt dann in meinen Augen irgendwo zwischen Durchschnitt mit guten Ideen (z.B. das Black Metal – lastige „Great War“ oder das melodische „Black Clouds I“) und absoluter Belanglosigkeit („My Son“, „St. Bonifatius“)

Fazit: „Attack Of The Warmachine“ ist ein Album, auf dem Kreativität, Talent und Ideen spürbar enthalten sind, die sich aber leider (noch) nicht in großartige Songs niederschlagen. Leider ist mir das Album insgesamt zu durchschnittlich geraten, ich denke aber, dass Dagor demnächst mit einem akzentuierteren, vielleicht auch zeitgemäßeren Songwriting und einer besseren Produktion wesentlich mehr erreichen könnten.

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