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Dagoba: Tales Of The Black Dawn

Mit voller Wucht
Wertung: 10/10
Genre: Industrial-/Melodic-/Death Metal
Spielzeit: 40:36
Release: 08.07.2015
Label: earMUSIC/Edel

Gut zwei Jahre sind ins Land gezogen, seitdem Dagoba ihr wertgeschätztes letztes Werk „Post Mortem Nihil Est“ auf den Markt geworfen haben. Mit „Tales Of The Black Dawn“ laden die vier dynamischen Franzosen ihr bereits sechstes Maschinengewehr nach.

Ebenso wie beim Vorgänger zeichnet sich schon sehr bald ab, dass ein enormer Abwechslungsreichtum abermals in großen Lettern auf das Banner geschrieben steht. Groovig walzende Takte wehen über das holternde, polternde, melodisch progressiv angehauchte Death-Metal-Land. Die Shouts/Growls von Sänger Shawter kommen gewohnt derb, mürrisch und brutal druckvoll daher, dass es einem die immer lockerer werdende Rübe extrem hin- und herbeutelt. Ultraknackige Blastbeats fegen dazu über die schwer schmetternde Instrumental-Liga hinweg und verleihen dem Quartett zusehends Flügel.

Hübsche Melodien glätten von Zeit zu Zeit die Wogen und verbinden sich stets umgarnend und höchst harmonierend mit den bösartig donnernden Unwetter-Wänden der Saiten-Fraktion. Stakkato-Riffs, Synkopen, ultimativ technisch versierte Breaks, groovig schleppende Momente, treibende Parts mit oft industriell atmosphärisch pulsierenden Elementen ausstaffiert - alles schreitet und rast Seite an Seite als ein homogenes Ganzes und feiert wie ein altes Ehepaar erfolgreich die diamantene Hochzeit.

Gitarren und Schlagzeug vereinen sich in höchster Präzision. Die ebenso äußerst überzeugenden cleanen Gesangspassagen, teilweise mehrstimmig und zugleich parallel zu den Growls eingespurt durchziehen mit hochkarätigem Ausdruck und emotionaler Prachtleistung die instrumental dichten Auswüchse und reißen die Mannschaft verstrickt durch einen starken roten Faden (eher tauartig anzusehen) durch die gut vierzig minütige Spielzeit. Die letzten Takte, mit Piano-Einsprengel garniert, verursachen zum krönenden Abschluss noch einmal einige Gänsehautmomente und hinterlassen ein wundervoll befriedigendes Gefühl mit wohligen Schauern.

Hier wurde definitiv ein hochkarätiges Werk erschaffen, welches sich mit Bestimmtheit etliche Durchläufe auf den Buckel packen muss. Meisterhaft in Szene gesetzt, zeichnet hierfür wie zuletzt Logan Mader mitverantwortlich (Ex-Machine Head-Gitarrist und zugleich Produzent von Größen wie beispielsweise Soulfly, Gojira oder Five Finger Death Punch).

Als wäre dem noch nicht genug, kommt das Ganze schmuck verpackt in einem Digipak mit zwölfseitigem Booklet, tollen Bildern und einer insgesamt äußerst ansprechenden Aufmachung daher. Es führt also kein Weg daran vorbei, hier die volle Punktzahl auszusprechen.

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