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Cynthesis: ReEvolution

Zweites Comeback des Nachfolgers von Zero Hour
Wertung: 7/10
Genre: Progressive Metal
Spielzeit: 43:16
Release: 14.06.2013
Label: Sensory Records / Alive

Es sind verschiedene Auflösungserscheinungen, die letzten Endes dazu führen konnten, dass Cynthesis überhaupt bestehen dürfen. Nach dem vorläufigen Ende von Zero Hour beschlossen die beiden Tipton-Brüder Troy und Jasun, ein neues Kapitel in ihrem musikalischen Schaffen aufzuschlagen und die Suche nach einem neuen Frontmann nicht ihren weiteren Karriereweg bestimmen zu lassen. "The Towers of Avarice" bleibt jedoch nach wie vor das Nonplusultra des anspruchsvollen amerikanischen Progressive Metals und wird auch zehn Jahre nach Erstveröffentlichung noch als Meilenstein gefeiert. Doch das Leben muss weitergehen, der Blick in die Vergangenheit ist nicht länger erwünscht und die Zukunft unter neuem Banner respektive mit frischer Besetzung soll es nun für das Brüderduo richten. Eigenartigerweise ist es jedoch Erik Rosvold, einst Gesangsakrobat bei Zero Hour, der die vokalen Geschicke bei Cynthesis lenken soll. Weiterhin verpflichtete man mit Sean Flanegan den womöglich bald arbeitslosen Enchant-Drummer, da deren Zukunft nach dem Gesangsengagement von Ted Leonard bei Spock's Beard ebenfalls auf der Kippe steht.

Nun ist "ReEvolution" jedoch nicht der komplett neue Beginn einer frischen Ära, sondern bereits das zweite Album des namhaften Quartetts, gleichzeitig der zweite Part der 'dystopischen Triogie' und vielleicht die am leichtesten zugängliche Platte, die von den Tipton-Geschwistern jemals erschaffen wurde. Nach den beiden Intros "Divine Night" und "Convergence", die noch schleppend voranschreiten, folgt mit dem grandiosen "The Grand Facade" ein melodischer, ausgefallener, aber partiell dennoch fast schon hymnischer Song, der womöglich in die Top-10-Liste des Genres anno 2013 aufsteigen wird: Prima Hookline, ausdrucksstarker Gesang, brillante Breaks und eine melancholische Gänsehaut-Atmosphäre tun ihr Übriges zur ersten Euphorie, die den Hörer auf "ReEvolution" packt. Und auch das darauf folgende, weitaus kompaktere "A Most Trivial Pursuit" entfacht mit seinen tollen Melodien Begeisterung und bringt die Band bereits frühzeitig auf die Siegerstraße.

Leider jedoch kommt es am Ende doch noch ganz anders, als man es nach dem verschlafenen Start und der nachfolgend wirklich fantastischen Werkschau vermutet hätte. Die zweite Hälfte ist von mehreren Längen gezeichnet, die zunächst das schwierige, weil sperrige "Persistence Of Visions", nachher aber auch einzelne Teile des finalen Longtracks "Release The Deity" treffen. Die Melancholie bzw. das Gespür für verschachtelt inszenierte Harmonien gehen zwar keinesfalls verloren, nur entwickelt sich die Scheibe immer weiter zur wenig spontanen Kopfmusik, der zwischenzeitlich einfach das Feeling verloren geht.

Zero Hour-Liebhaber werden derartige Denksportaufgaben bereits zu Genüge kennen, ihnen auch gewachsen sein. Dies muss aber nicht heißen, dass die verkopften Tunes von "ReEvolution" gleichzeitig mit diesem Querverweis gerechtfertigt werden können. Das zweite Cynthesis-Werk hat viele bemerkenswerte Qualitäten, verliert sich aber schlussendlich zu häufig in seiner eigenwilligen Formal aus Mathematik und Melancholie, als dass man hier von einem weiteren Meilenstein sprechen könnte.

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