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Cynthesis: DeEvolution

Bis auf kleinere Unstimmigkeiten eine empfehlenswerte Scheibe
Wertung: 7/10
Genre: Progressive Metal
Spielzeit: 45:39
Release: 29.04.2011
Label: The Laser's Edge Records/Al!ve

Wenn jemand, der eigentlich nicht so viel Progressive Metal hört, schon von den Tipton-Brüdern gehört hat, muss das was heißen. Wenn man ihre Band Zero Hour kennt, umso mehr. Bereits 2003 legten ZH eine Pause ein, aber wie man das von Vollblutmusikern so kennt, konnte Jasun seinen Hintern einfach nicht stillhalten, begann damit, neues Material zu sammeln und trommelte schließlich seinen Bruder sowie seinen ursprünglichen Sänger Erik Rosvold zusammen, klaubte mit Sean Flanegan einen passenden Drummer aus dem Melting Pot der Metalszene und formierte die Progger Cynthesis, nur um ganz nebenbei mit seinen alten Zero Hour wieder ins Geschäft einzusteigen.

So weit, so einfach. Mit „DeEvolution“ steht jetzt das Debütalbum der ZH-Parallelcombo in den Regalen und wie der Titel bereits vermuten lässt, handelt es sich hier um eine Platte, die alles andere als einfach ist. Da wäre zunächst der Grundgedanke hinter den Songs: Es geht um die selbsternannte Elite einer Stadt, die einen Schamanen manipuliert und zum gesellschaftlichen Anführer hochpusht. Die Behauptung, der gute Mann verfüge über globale Weisheit und hätte die Antwort auf alle wichtigen Fragen in allen Aspekten des Lebens parat, wird aufgestellt, um das Volk vollends abhängig zu machen. Komischerweise klingt die Story wesentlich apokalyptischer, als die Musik dann vermuten lässt. Zwar klingen beispielsweise die Gitarrenspuren nicht unbedingt fröhlich, aber Jasun zockt sich sportlich durch Tracks wie das rasant anlaufende „Divided Day“, das nach einem schnellen Gitarrenlauf mit beruhigendem, fast einschmeichelndem Sound weiter geführt wird. Schon hier wird aber deutlich, was sich im Lauf der CD noch als Problem herausstellt: Rosvolds Stimme kommt einfach bei einigen Liedern zu kurz. Im Falle von „Divided Day“ bessert sich das zwar im Verlauf des Songs (vor allem im Refrain kann der Mann punkten und selbst wenn man die Musik an sich nicht mag, muss man ihm uneingeschränktes Talent einräumen), aber insgesamt liegt der Fokus etwas zu sehr auf der Instrumentalfraktion.

Im Opener „The Man Without Skin“ wird das eigentlich sehr gute und einprägsame Mainriff ziemlich überreizt, bis der gute Erik nach bald zwei Minuten endlich anfangen darf zu singen – und das bei einer Tracklänge von gerade mal vier Minuten, was bei dem großartigen Gesang wirklich eine Verschwendung ist. Ein gutes Beispiel für das perfekte Zusammenspiel der Jungs ist hingegen „Profits Of Disaster“, das sich mit sechs Minuten Spielzeit so ziemlich im mittleren Bereich der Scheibe einpendelt. Eine sphärisch angeschlagene Gitarre unterstützt Eriks Gesang, den man glücklicherweise nach kurzen Eingewöhnen nur als angenehm bezeichnen kann – kein unangenehmer Akzent, keine Höhen, die Gläser zum Springen bringen, kein tiefes Rumgebrummel; der Mann hat hier die ideale Tonlage gefunden. Der Track stellt den Ruhepol des Albums dar, das ohnehin keine besonders aggressiven Tracks enthält – es muss ja nicht immer Geschredder sein.

„Twilight“ ist dann eigentlich eine Blauphase zum Thema Gitarrentechnik – Jasun klampft sich die Finger mit jaulenden Licks und psychedelisch angehauchten Riffs wund, unterlegt von einer mystischen Klangkulisse, die irgendwie an Enya erinnert, bevor „A Song Of Unrest“ schon den Schlusspunkt der Platte markiert, die mit gerade mal einer Dreiviertelstunde Laufzeit für ein Prog-Scheibe fast kurz ausgefallen ist. „A Song Of Unrest“ lässt sich ebenfalls recht ruhig an, steigert sich aber zunehmend in einen fast epischen Refrain und weist das gleiche Problem auf wie schon „Divided Day“: Der Gesang geht zum Ende hin etwas unter. Schade, denn gerade der macht die Platte zu etwas Besonderem, obwohl hier alle Musiker sehr gute Arbeit leisten. Für Progger, die nicht auf endlos hohe Gesangsstimmen stehen, ist „DeEvolution“ auf jeden Fall den einen oder anderen Durchgang wert.

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