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Curimus: Values

Akustischer Bombenschlag der finnischen Thrasher
Wertung: 8.5/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 9:34
Release: 14.09.2010
Label: Eigenproduktion

Wenn es um Veröffentlichungen im Bereich des Metals geht, gibt es aus Finnland eigentlich kaum Enttäuschendes und auch die Band Curimus, die mit ihrer neuesten EP „Values“ den Hattrick perfekt macht und die dritte EP im Jahrestakt auf den Markt wirft, hat sich in Sachen Wertung bei The-Pit.de eine steigende Tendenz verschafft. Auf das eher schwache Mini-Album „Under My Skin“ aus dem Jahr 2008 folgte 2009 das deutlich bessere „Humanity... For Sale“. An den Trend soll natürlich bestmöglich angeknüpft werden. Die derzeitige Scheibe „Values“ bietet mit drei Songs und gerade einmal knappen zehn Minuten Laufzeit rein von der Quantität schon mal deutlich weniger als die beiden Vorgänger, was natürlich die Forderungen an die hohe Qualität des Inhalts anhebt.

Das erste Stück Liedgut in der Trilogie mit dem Titel „Values Of Destruction“ leitet das kurz geratene Hörvergnügen mit einer richtig gut knallenden thrashigen Gitarrenattacke und sauber peitschenden Drums schon saumäßig gut ein. Stilistisch bewegt sich der Output der Band ganz klar im Gebiet des härteren Thrash Metals mit dem ein oder anderen Death-Metal-Einschub. Dank beeindruckend guter Produktion für ein Independent-Release entfaltet sich ein ordentlich satter Sound, der den testosteron-schwangeren Trommeldonner und der zum Kopfschütteln animierenden Riffkette des Songs mehr als gut steht. Mit regelrechter Reibeisenstimme passt der Frontmann wie die Faust aufs Auge auf den "In-Die-Fresse Charakter" der Musik. Die Finnen bewegen sich ganz klar auf professionellem und hohem technischen Niveau und können mit Genre-Kollegen locker mithalten.

Der zweite Song im Bunde hört auf den illustren Namen „Here Comes The Pain“ und ist mit gerade einmal etwas mehr als zwei Minuten der mit Abstand kürzeste des Dreigestirns. Dabei entpuppt sich das Hörgut allerdings als richtiger Stampfer und fährt auf rhythmischer Ebene eine Up-Tempo-Dampfwalze, die sich gewaschen hat. Das tighte Riffing und die aggressive Grundstimmung lassen zeitweise an Exodus oder auch Testament erinnern und stehen diesen großen Namen auch in nichts nach.

Auch das Schlusslicht der drei Stücke „Addicted“ macht mit konsequentem Riffing und einer unglaublichen Spielfreude extrem gute Laune und fordert eine Verausgabung der Nackenmuskulatur. Das Hauptthema in diesem Kracher ist darüber hinaus ein waschechter Ohrwurm. Kleinste Abstriche muss man natürlich für die geringe Menge an Liedgut und der einseitigen Ausrichtung der Scheibe machen, aber das heißt in Anbetracht der wirklich geilen Songs nicht viel.

Die Truppe aus dem finnischen Südwesten bietet auf Hochglanz polierten Thrash Metal und macht dem geneigten Fan so richtig Lust auf mehr davon. Die drei Songs sind allesamt wohl durchdacht und mit geilen Riffs bis zum Rand vollgepackt. Geschmälert wird das Ergebnis der akustischen Bombe nur gering durch relativ eindimensionales Songwriting. Wenn die Finnen es schaffen sollten, diese Leistung über ein ganzes Album zu strecken, dann wäre ihnen der Platz in der Thrash-Gemeinde sicher. Der positive Trend, was die Wertung anbelangt, setzt sich also bei Curimus mit „Values“ fort.

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