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Curimus: Under My Skin

Der Gang zum Tattoostudio ist die bessere Alternative
Wertung: 5/10
Genre: Thrash Metal , Death Metal
Spielzeit: 18:16
Release: 31.01.2008
Label: Eigenproduktion

Das Cover von „Under My Skin“, der neuen Scheibe der finnischen Thrash / Death Metaller Curimus weckt ja schonmal vertraute Gefühle in mir: Eine Tattoositzung ist in vollem Gange. Na, dann bin ich ja mal gespannt, ob diese Scheibe auch weiter punkten kann.

Vor vier Jahren in Loimaa gegründet, nahmen die Jungs in 2006 ihre erste Demoscheibe in Angriff. Der erste Gig der Band sollte auch gleichzeitig der letzte sein mit ihrem damaligen Bassisten Jarno Ääri. Nun, für ihren erneuten Angriff auf die Hörorgane, haben sich die Reihen der Bandmitglieder jedoch gefestigt und man ist bereit für den nächsten Vorstoß, um neue Fans von der eigenen Mucke zu überzeugen.

Was dringt da denn an meine Ohren? Eine Tattoomaschine, welche Musik in meinen Ohren. Dann, bei Einsetzen der Instrumente, ist es dann mit der zuvor empfundenen Verzückung größtenteils vorbei. Im Titeltrack „Under My Skin“ wird zwar einerseits Thrash und Death Metal aufgetischt und diese Vibes mit markigen Vocals getoppt, aber was dabei auf der Strecke zu bleiben scheint, ist das, weswegen man die Scheibe nach ihren 18 Minuten dann wieder und wieder abspielt. Alles irgendwie schonmal gehört und nun erneut wiedergekäut.

Ich will den Jungs ihre zweifelsohne vorhandenen Fähigkeiten an ihren Instrumenten nun wirklich nicht absprechen, aber auch „Something You Cannot Be“ kann sich nicht für den Innovationspreis 2008 empfehlen. Es geht hier zügig nach vorne, ohne Frage, doch den Funken, der es beim Hörer „klick“ machen lässt, den sucht man auch hier leider. Ein old-school angehauchtes Gitarrensolo kann das Steuer leider auch nicht herum reißen.

Zu allem Übel klingt das folgende „Creature“, wenn man nicht genaustens hinhört, seinem Vorgänger höchst ähnlich. Daran sollten die Finnen arbeiten. Das Stück ist zwar recht treibend und man zweifelsohne die Instrumente auch gut heraus, aber was nützt das, wenn das Stück dazu tendiert, dann doch als fast schon „langweilig“ zu gelten? Die Drumsection nach drei Minuten des Songs erinnert sehr an Sepultura, kommt aber leider nicht an die Klasse dieser Band heran.

Was gut gelungen ist, ist, eine schön bedrückende Atmosphäre zu schaffen. Geschehen in „Tomorrow“, welches dann nach dem eigentlichen Song und weiteren Minütchen voller Stille ein kurzes Percussiongeplänkel, bei dem man wieder Sepultura vor Ohren hat…oder war es doch das Safri-Duo? Obwohl dieser Vergleich jetzt wirklich dann doch zu weit gehen würde, ist dieser Bonus dann doch ziemlich überflüssig.

Soundtechnisch ist soweit alles größtenteils im grünen Bereich. Lediglich die Drums wirken hier und da ein wenig hölzern. Aber man sollte diesen Aspekt nicht überbewerten, denn es handeltr sich jka schließlich nicht um eine professionelle Produktion.

Fazit: Ich vermisse leider den zündenden Funken. Ist nett und tut niemandem weh, das war´s aber dann auch schon. Zu wenig Eigenes, zu wenig Innovation bringt die Finnen um einiges an Punkten bei der Bewertung. Ich werde dann doch wieder selbst zu meinem Tattookünstler gehen, als nur Bilder gucken und der Tattoomaschine lauschen.

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