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Curimus: Humanity... For Sale

Professionell gemachte Eigenproduktion
Wertung: 7/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 14:18
Release: 01.06.2009
Label: Eigenproduktion

Aus Finnland kommen bekanntlich unzählige Metalbands – das Thrash-Metal-Genre allerdings fristet dort insgesamt doch eher ein Schattendasein und Curimus wollen diesem offensichtlich entgegenwirken. Das Quartett wurde 2004 gegründet und hat seitdem nach eigenen Angaben ohne Pause gearbeitet – als Resultate lieferte es 2006 und 2007 je eine Promo-CD ab, mit „Humanity... For Sale“ liegt nun eine dritte vor.

Ob sich die Musik tatsächlich hörbar weiterentwickelt hat, wie die Band selbst es behauptet, kann ich schlecht beurteilen, da ich die vorigen Promos nicht kenne, aber dass es sich bei „Humanity... For Sale“ um eine professionell gemachte Eigenproduktion handelt, lässt sich nicht bestreiten. Cover und Booklet sehen sehr ordentlich aus, die Texte sind abgedruckt und  Sound und Produktion klingen keineswegs schlechter als bei einer von einem Label finanzierten Aufnahme.

So gesehen haben sich Curimus mit großer Wahrscheinlichkeit schon weiterentwickelt, allerdings haben sämtliche Mitglieder auch bereits zuvor in anderen Bands gespielt und können so eine gewisse Erfahrung vorweisen. Aus diesem Grund ist auch rein handwerklich alles im grünen Bereich, man hört, dass hier keine Anfänger am Werk sind.

Was nun den wichtigsten Punkt, das Songwriting angeht, so können Curimus hier ebenfalls mit durchaus überzeugenden Momenten aufwarten. Schon der Opener „Havoc Mind“ bietet einiges an Abwechslungsreichtum, man präsentiert gelungene Breaks, Tempowechsel und Riffs, die zwischen Thrash- und Heavy-Bereich wechseln. Was sofort auffällt, ist der Gesang, der dem von Matt Heafy nicht unähnlich ist – wenngleich Marko Silvennoinen wesentlich akzentuierter und besser verständlich screamt als der Trivium-Frontmann. Dennoch ist mir persönlich diese Art Gesang irgendwie zu eindimensional und geht mir irgendwann auf den Keks.

Bei Song Nummer zwei, „Masked Reality“, hat die Combo dann im Sepultura- respektive Soulfly-Stil ein paar Percussions eingebaut, die sich erstaunlich gut in das Stück einfügen. Ansonsten hat man im Gegensatz zum ersten Stück auch einige etwas ruhigere Stellen eingefügt, bei denen der Bass etwas mehr in den Vordergrund tritt. Zum Ende hin wird der Energielevel dann wieder ordentlich hochgeschraubt, das schwere Riffing kommt einer Dampfwalze gleich.

„Bleeding For Nothing“ ist dann auch schon der letzte Track dieser Promo-CD; hier geht die Band ein wenig melodischer als bei den beiden Vorgängern zur Sache, wie man anhand der Gitarrenstimmen im Chorus klar heraushören kann. Einen chilligen Ausklang findet die Platte dann noch mit Percussions und Akustikgitarren.

Insgesamt bewegen sich Curimus mit „Humanity... For Sale“ auf einem passablen Niveau. Es war eine gute Idee, Percussions und ein ruhiges Outro einzubauen, da man so für Abwechslung sorgt. Die Band klingt erfreulich erfrischend, besonders der Opener stellt ein gelungenes Stück Musik dar, weil die teilweise in unterschiedlichen Tempi gehaltenen Riffs besonders gut verknüpft wurden. Nächstes Mal sollte man sich vielleicht noch ein paar weitere Ideen wie die Percussions einfallen lassen, um noch eigenständiger zu klingen und Frontmann Marko Silvennoinen könnte vielleicht ein bisschen abwechslungsreicher singen, aber die Finnen wissen definitiv, was sie tun und es sollte für sie durchaus im Bereich des Möglichen liegen, bald ein Label zu finden.

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Absolut fantastischer Konzertabend, der kaum überboten werden kann