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Cubensis: Metaphysical Impact

Nett und ausbaufähig!
Wertung: 6/10
Genre: Hardcore, Noisecore, Nu Metal, Thrash Metal
Spielzeit: 42:19
Release: 11.02.2008
Label: 666 Production

Eins möchte ich gleich zu Beginn feststellen: An Ideen und Kreativität mangelt es den vier Franzosen von Cubensis auf „Metaphysical Impact“ keinesfalls und auch musikalisch hat die Band einen doch recht eigenen Stil entwickelt, der irgendwo zwischen Nu Metal, Hardcore, Noisecore und Soulfly/Sepultura – artigem Thrash Metal liegt. Hinzu kommen düstere, verspielte Momente, die für eine kalte Stimmung sorgen. Ebenfalls kann man nicht übersehen bzw. überhören, dass hier unheimlich talentierte und visierte Musiker am Werk sind, denn gerade die Gitarren und die Rhythmussektion geben so einiges her. Dennoch kann mich das Quartett nicht vollkommen vom Hocker reißen. Warum? Das gilt es in den nächsten Zeilen zu erörtern.

Mir gefallen Cubensis jedenfalls dann gut, wenn sie sich eher düsteren, sphärischen und manchmal leicht psychedelischen Sounds hingeben. So zum Beispiel beim eröffnenden Titelsong, beim bösen „Reaching Uranus (Part 1)“ [gut, auf das laszive, feminine Gestöhne im Mittelteil hätte man verzichten können] oder beim vertrackten, mit Tribaldrums veredelten „Light The Wick“. Zwar sind auch in diesen Songs heftige Metal – Anteile allgegenwärtig, hinzu kommen aber gerade bei diesen Songs die tiefen, seltsamen, aber ganz coolen klar gesungenen Vocals von Frontmann „Crass“, die das Szenario auflockern und es sind ganz klar diese Momente, an die sich der Hörer am Ende des Albums erinnert.

Doch gerade wenn die atmosphärischen Elemente größtenteils in den Hintergrund gedrängt werden und die Band mächtig auf die Tube drückt („Mother Break Balls Club“, „The Greed“), sich daran versucht Mosh Pit - Perlen zu erschaffen, gehen Cubensis vollkommen spurlos an mir vorbei. Sicherlich sind diese temporeichen Songs nett anzuhören und werden bei so manchem vielleicht auf große Gegenliebe stoßen, nichtsdestotrotz sind diese Songs einfach nichts Besonderes und nichts, was man jetzt unbedingt gehört haben muss. Lediglich beim sehr ordentlichen „However“, was auch in diese Richtung geht, sieht es anders aus, denn der coole Groove des Songs und seine enorme Aggressivität, heben die Qualität deutlich an. Die restlichen Songs („The Revered Wine“, „Uranus Is Mine (Part 2)“ und „Retribution“) verfügen zwar über einige nette Passagen, doch können sich in ihrer Gesamtheit weder wirklich in den Gehörgängen noch im Kopf des Hörers festsetzen.

Der Sound von „Metaphysical Impact“ geht übrigens vollkommen in Ordnung, hätte in manchen Momenten allerdings die groovenden Passagen etwas mehr betonen können.

Fazit: In meinen Augen ist „Metaphysical Impact“ ein abwechslungsreiches Album, das man sich problemlos anhören kann, das aber nicht genügend Akzente setzt, um in den vorderen Rängen mitzuspielen. Das Talent ist definitiv existent, es muss nur noch in richtig starke Songs transferiert werden, die noch lange im Gedächtnis verweilen. Was bleibt, sind einige sehr ordentliche Songs und viele gute Ideen. Nett und ausbaufähig!

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