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Crystalmoors: Antiqvam Exqvirite Matrem

Auch Spanien hat Pagan Metal Bands
Wertung: 7/10
Genre: Pagan Metal
Spielzeit: 45:29
Release: 13.05.2008
Label: Blood Fire Death Productions

Wenn man den Begriff Pagan Metal hört, denkt man für gewöhnlich nicht automatisch an Spanien, sondern eher an nördlichere Gefilde. Crystalmoors bezeichnen ihren Stil dennoch als „Heidenmetall“, gehen aber deutlich aggressiver zu Werke als die Genrekönige von bspw. Ensiferum oder Finntroll.

Nach einem kurzen Intro, das an den „Braveheart“-Soundtrack erinnert, zeigt sich „Wrath Of Centuries“ deutlich vom skandinavischen Death Metal inspiriert. Insbesondere der Gesang könnte auch von Unleashed Sänger Johan Hedlund stammen. Musikalisch kann die Band vor allem mit den treibenden Gitarren und dem dezent eingesetzten, atmosphärischen Keyboard punkten, das an Arcterus erinnert.

„Heatenwood“ beginnt ruhiger, krankt aber daran, dass hier einiges vom Keyboard eingespielt wurde und man nicht auf „echte“ Instrumente zurückgegriffen hat. Insgesamt ist der Song ein Skip-Kandidat, da er nur wie eine langsamere Version des Openers wirkt und somit keinen Wiedererkennungswert besitzt.

Ein Problem, das „Brotherhood Of The Three Banners“ glücklicherweise nicht hat. Hier haben sich die Spanier von der „Hammerheart“-Phase Bathorys inspirieren lassen und einen Song geschrieben, der sich auch auf einer Moonsorrow-CD nicht verstecken müsste. Die feinen Chöre im Hintergrund und die schön gespielten Flötentöne runden das Highlight des Albums gekonnt ab. Vergleichen lässt sich der Song im Übrigen auch gut mit „Under A Northern Star“ vom letzten Amon Amarth-Album.

Crystalmoors' Stärken liegen ohnehin im groovigen Bereich, denn ihre schnellen Passagen klingen leider etwas austauschbar, auch wenn sie weit davon entfernt sind, schlecht zu sein. Als Beispiel sei das abwechslungsreiche „Bellvm Cantabricvm“ genannt, das viele Tempiwechsel aufweist und dadurch ein wenig zerfahren wirkt.

Mit dem acht Minuten langen „The Enchantment of Lvgnassad“ hat sich die Band aber einen absoluten Kracher für den Endspurt aufgehoben. Natürlich vorausgesetzt, man hat etwas für epischen Pagan Metal über, der keine fröhlichen und tanzbaren Melodien aufweist. Hier standen unüberhörbar wieder einmal Bathory Pate! Ein bloßes Plagiat sind Crystalmoors dank origineller eigener Ideen keinesfalls. Hier möchte ich besonders den Drummer hervorheben, der den Songs ein solides Fundament bietet und immer wieder Zeit findet, technisch zu glänzen ohne sich zu sehr hervor zu tun.

Das abschließende Zehn-Minuten-Monster „Lvnarian“ lässt „Antiqvam Exqvirite Matrem" leider eher bieder ausklingen, denn hier bewegt man sich wieder hauptsächlich im schnelleren Bereich, was sehr auf Kosten der Atmosphäre geht. Mehr als die standardmäßige Melo-Death Kost wird hier nicht geboten, da helfen auch die Dudelsäcke am Schluss nicht mehr.

Fazit: Eine gute Platte, der aber noch das gewisse Etwas fehlt. Wenn die Band sich mehr auf ihre Stärken besinnt, könnte sie ihr ohne Zweifel vorhandenes Potential vollends ausnutzen. Bis es soweit ist, gibt es erstmal 7 Punkte mit auf den Weg.

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