Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Cryptic Tales: VII Dogmata Of Mercy

Über Licht und Schatten
Wertung: 5/10
Genre: Black Metal / Death Metal
Spielzeit: 59:18
Release: 07.04.2009
Label: Crash Music

Obwohl die polnischen Cryptic Tales schon seit geschlagenen zwanzig Jahren ihr Unwesen treiben, besteht ihre Diskographie bislang erst aus zwei Full Length-Scheiben sowie einer EP. Mächtig wenig, möchte man meinen, wenn man sie, was das Arbeitsvolumen anbelangt, mit ihren Landsmännern von Vader vergleichen möchte. Doch dies sei hier nicht das Thema, denn wir wollen hier über das Werk „VII Dogmata Of Mercy“ sprechen und musikalisch befinden sich beide Bands sowieso auf ganz verschiedenen Dampfern. Außerdem entstand dieses Album nachdem Piotr die Band nach sieben Jahren wieder von den Toten zurück geholt hatte. Mit neuer Mannschaft im Gepäck und einer ganzen Menge neuer Ideen begaben sich die Jungs daran, diesen Longplayer einzutrümmern.

Ähnlich wie auch ihre Landsmänner von Vesania konzentrieren sich Piotr Kopko (Vocals, Gitarre), Jacek Fall (Gitarre), Jaroslaw Maciuszek (Drums), Mateusz Bernadyn (Bass) und Bartlomiej Filipinski (Synthies) dabei auf keyboardlastigen Black Metal, der aber, anders als bei Orions Zweitband, weitaus düsterere Anlagen in sich trägt. Der epische Touch, den alle Stücke inhaliert haben, lässt Namen wie Dimmu Borgir und auch Cradle Of Filth aufkommen und ja, Ähnlichkeiten zu diesen beiden Szenegrößen sind unüberhörbar vorhanden. 

Eine gehörige Länge weisen die Songs auf, befinden wir uns über weite Strecken doch bei einer Spielzeit von über sechs Minütchen. Recht ordentlich, möchte man meinen, doch mitunter wirkt dies dann auch schon mal etwas langatmig, wie bei „Set The Unholy Icons Free“. Schöne melodische Momente sind dort ohne Frage vorhanden, doch auf seine gesamte Spielzeit ist dieses Stück zu lang geraten und wie auch bei weiteren Stücken scheinen die Songfragmente ganz vage gesagt wie aneinander gepappt. 

Mit wunderbaren Melodien des Tasteninstruments begeistert einerseits beispielsweise „Towards Modern Darkness“, andererseits zeigt sich bei „Valley Of The Dolls, Pt. 2“, dass das Keyboard gothicmäßig eingesetzt wird und dadurch mitunter arg an der Grenze der Kitschigkeit kratzt. Bei „In Immortality“ hingegen dominieren die Melodien wieder das komplette Stück und kommen ganz und gar unkitschig rüber. 

So ist das komplette Album durch Licht und Schatten gekennzeichnet: Im Moment des Hörens klingen die Kompositionen alle recht gut – ohne jedoch atemlos zu begeistern – doch wenn man sich mal kurz auf etwas anderes konzentriert, um dann wieder zurück zu finden in den Song, so hat man nichts vermisst und das Material läuft Gefahr, lediglich als Nebenbei-Mucke zu verkommen. Das den Longplayer beschließende „VII Dogma Of Mercy” beginnt zu allem Übel auch erst so richtig, nachdem den Hörer ein drei Minuten währendes, wirklich langweiliges Instrumental-Intro fast schon denken ließ, dass dies lediglich ein Outro darstellen würde. 

Fazit: Ein handwerklich größtenteils recht gutes Album, das allerdings doch nicht über den letzten Wumms verfügt und auch kein aus der Masse hervorzuhebendes Highlight zu verzeichnen hat, um sich auf den Thron des Melodic Bombastic Black Metal zu spielen und auch trotz all der melodischen Spielereien doch viel zu langatmig wirkt. 

comments powered by Disqus

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna