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Cryptic Lane: Signpost

Überraschend starkes Debüt
Wertung: 8/10
Genre: Heavy Rock
Spielzeit: 39:46
Release: 23.02.2013
Label: Eigenproduktion

Cryptic Lane aus Castrop-Rauxel gehen unbekümmert ihren Weg. Schauen mal nach links und rechts, ziehen aber ihren Heavy-Rock-Stiefel durch und haben schon mit ihrer Debüt-EP „The Light Deep Inside“ vom Januar 2011 erste Lorbeeren einsacken können. Mit „Signpost“ haben sie also nun ihren ersten Longplayer am Start, wobei sich zwei der drei EP-Songs hier wieder finden. Insgesamt setzen sie auch auf der in Eigenregie veröffentlichten CD komplett auf eigene Songs. Unterstützt wurden sie dabei von Produzent Mike Krush, der ja zwischendurch an der Gitarre ausgeholfen hatte, nun aber bei The Claymore als Sänger eingestiegen ist.

Die 2009 gegründete Band spielt nun seit gut drei Jahren in derselben Formation, was man bei den Livekonzerten insofern schon gemerkt hat, dass sie sich als eingespielte Truppe präsentierte. Ein kleiner verschworener Haufen, der halt, wie in der Einleitung erläutert, unbeirrt an der Heavy-Rock-Karriere feilt. Schon auf der Debüt-EP zeigten sie ihr Gespür für rockige Gitarren und eingängige Melodien.

Und genau das entdeckt man auch zuhauf auf „Signpost“. „The Light Deep Inside“ findet man gleich zweimal auf der CD: Zum einen die deutlich heftigere Variante, wo Stromgitarren das Zepter übernehmen und sich schön im Kontext der CD einbinden. Zum anderen die fürs Radio anvisierte Version, die direkt mit der ersten Strophe sanft anfängt und dadurch nicht so heftig einsteigt, aber später eins zu eins dem restlichen Song gleicht ganz großes Rockkino. Wie schon im Review der EP beschrieben: starke, dabei unaufdringliche Gitarrenarbeit wechselnd zwischen „mit Strom“ und der akustischen, wobei der Song selbst von der extrem catchy Melodie lebt.

Ein typischer Heavy Rocker für Cryptic Lane mit dem Hauptaugenmerk auf den sofort einprägsamen Refrain, der hier mit einigen keyboardgeschwängerten Effekten betont wird, die sich wie ein digitales Glucksen anhören, ist auch „Never Enough“ oder aber schon der Opener „Kill The Oppression“, ein Song, der ungewohnt heftig startet, aber auch mit einer regelrechten Ohrwurmmelodie im Refrain aufwartet, mit einigen sphärischen Keyboards unterlegt, die den Song begleiten und nicht dominieren.

Während „Breaking Out“ sehr heavy aufmarschiert und lediglich im Refrain sachte das Tempo reduziert wird, um der Gesangsmelodie einmal mehr etwas mehr Freiraum zu lassen, so ziehen Cryptic Lane in „Someone Who Wasn’t Me“ eher mit sehnsuchtsvollen Gitarrenarrangements zu Felde, schaffen es aber hier nicht, das entsprechende Gefühl auch mit einer passenden Vokalakrobatik zu verbinden. „Dream Of You“ bedeutet dann erst einmal Lagerfeuer-Akustikklampfe, wobei später auch Bass und Schlagzeug einsteigen, aber nur ein sanftes Rhythmusgerüst unterlegen und streicherartige Sounds für eine warme Unterlage sorgen.

Mehr als einmal kann diese noch sehr junge Truppe aus Castrop-Rauxel aufzeigen, dass sie genug Talent hat, heavy-rockige Songs mit ohrwurmartigen Refrains zu kombinieren, und auch wenn nicht jede Idee zündet, so haben Cryptic Lane mit ihrer Scheibe ein starkes, so nicht erwartetes Debüt geschaffen, welches man dem entsprechenden Klientel wärmstens ans Herz legen kann. Wer sich die CD zulegen will, schreibt einfach die Jungs von Cryptic Lane unter contact@crypticlane.com an. Zehn Euro plus Porto und Verpackung sind hier gut angelegt. Am besten nimmt man die Scheibe aber auf einem der Konzerte mit, ist doch ein Liveautritt vor vollem Haus noch immer das Salz in der Muckersuppe.

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