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Crush, Zac, Begg And A Friend: Cemetery Junction

Filmreife Hintergrundgeschichte
Wertung: 8.5/10
Genre: Alternative Rock, Brit-Rock
Spielzeit: 46:18
Release: 30.06.2008
Label: A-Minor Records

“Cemetery Junction” ist ein Album mit filmreifer Hintergrundgeschichte. Drei Musiker aus Berlin treffen sich in Manchester und beschließen, zusammen mit David Younger ein Album aufzunehmen. Am Tag vor Fertigstellung des Longplayers taucht Sänger und Bassist David nicht im Studio auf und ist bis heute verschwunden. Bei Renovierungsarbeiten in den Kidroom Studios fand Produzent Michael Voss die Aufnahmen der Band wieder. Nach Absprache mit den restlichen Musikern wird das Album nun doch veröffentlicht und David per Booklet noch immer gesucht.

Crush, Zac, Begg And A Friend spielen sehr eingängigen Alternative Rock mit einer großen Portion Brit-Rock. Der Opener „Beacon“ ist eine Widmung an den russischen Kosmonauten Vladimir Komarov, wozu die piepsigen Funksignale und die Lautsprecher-Stimme am Anfang und Ende des Songs passen. Ebenso wie „Rising From The Ashes“, „June 30th At The City Of Manchester Stadium“ und „Walk On“ ist es vom Tempo etwas flotter, mit guten Gitarren-Riffs und klarem Gesang versehen. Interessant ist bei „Rising From The Ashes“ der Gegensatz zwischen Musik und Vocals. Die Instrumente klingen fröhlich, während die Stimme doch eher in der traurig-melancholischen Sparte wandert. „June 30th…“ zeichnet sich vor allem durch Effekte aus. So zu Beginn die elektrische angehauchte Stimme, das leicht verzerrte, dadurch mysteriöse Intro. Dies wird zudem noch durch den gedämpften Klang von Gitarre und Drums unterstützt. Mit Einsetzten des Gesangs kommt dann alles wieder in eine normale Lage, fällt jedoch immer wieder ins Gedämpfte zurück. Verstärkt wird dies noch durch Hall-Effekte.

„British Underground“ ist, wie schon der Name verrät, britisch angehaucht. Durch seinen sehr groovigen, flotten Rhythmus lädt es auch mal zum Mittanzen ein. „Hell Of A Guy“ ist ebenfalls ein etwas anderes Stück auf dem Album. Hier wird ein Live-Track inszeniert durch extra aufgenommenes, mitsingendes, jubelndes Publikum. Das Ganze wird dann noch mit Akustikgitarre und klarer Stimme rübergebracht, was Festival-Atmosphäre aufkommen lässt.

Zum Thema Stimmung der Songs lässt sich sagen, dass der Gesang nicht allzu viele Emotionen transportiert, jedoch Titel wie „Ride On“, „It’s A Shame“ oder „Breaking The Chain“ vom Höreindruck sehr traurig, melancholisch aus den Boxen schallen. Alle drei Tracks befinden sich eher im Mid-Tempo-Bereich. Die Vocals erscheinen oft verschwommen und nicht mehr so klar wie noch zuvor. „It’s A Shame“ verwendet zur E-Gitarre noch zusätzlich eine Akustikgitarre, was eine sehr besondere Wirkung hervorruft. „Breaking The Chains“ weist erneut diese Dualität auf, nur wechseln sich hier beide Sechssaiter ab und spielen nur ab und zu zusammen. Zum Ende hin steigert sich der Titel immer weiter, es kommen härtere Riffs hinzu und es zieht sich so zum längsten Song des Longplayers.

„Coalmine“ und „I Am A Rock“ sind nun wieder von der etwas lebendigeren Fraktion. Die Leadgitarre dominiert und man bekommt häufig einen sehr abgehackten Eindruck der Musik. Interessant bei „Coalmine“ ist der Wechsel von Vocals und Gitarre im Refrain.

Fazit: „Cemetery Junction“ ist ein sehr abwechslungsreiches Album. Es besitzt sowohl tanzbare, flotte Stück, sowie nachdenklichen Songs. Jedoch ist hier auch ein Negativpunkt zu sehen. Die traurige Stimmung wird vor allem durch die etwas monotonen, verschwommenen Vocals gebildet, sonst werden keine Emotionen übertragen. Im Gesamtbild ist das sehr schade, da vielen Tracks dieses kleine Etwas einfach fehlt, um sie zu etwas Besonderem zu machen. Zwar ist das gesamte Studiowerk sehr eingängig, will aber nicht allzu lange im Ohr bleiben. Alles in allem ein wirklich gutes Werk, das vor allem für die Indie-Rocker der alten Schule sehr interessant sein dürfte.

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