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Crusader: SkinClad

Hier fehlt einfach alles
Wertung: 2.5/10
Genre: Power Metal, True Metal
Spielzeit: 44:52
Release: 28.04.2007
Label: Shiver Records

Schon die ersten Töne von „SkinClad“, dem aktuellen und dritten Album der Power / True - Metaller Crusader ließen Schlimmes erahnen und ganz ehrlich, dieses Album ist somit das langweiligste, was ich seit langer Zeit hören durfte. Gut, klischeetriefender „Kitschmetal“ gehört nicht unbedingt zu dem, was ich mir nun jeden Tag privat um die Ohren donnere, doch kann und will ich vielen Genre – Bands wie beispielsweise Freedom Call oder Rhapsody Of Fire (die ich wirklich sehr schätze), gar nicht absprechen, dass sie ein unheimliches Gespür für tolle Melodien und unbändige Refrains haben, aber was einem hier geboten wird, gleicht wirklich einer Tortur.

Das Übel beginnt bereits mit einer Produktion, die - wie soll man sagen – schon ziemlich „mutig“ ausgefallen ist. Dass sich eine Band überhaupt traut, ihre Platte mit einem Sound zu versehen, der soviel Volumen, Power und Tiefe hat, dass man fast annehmen könnte, die Band hätte ein Diktiergerät im Proberaum mitlaufen lassen, kann ich absolut nicht nachvollziehen. Das ist heutzutage dank moderner und preislich finanzierbarer Technik nicht nur unnötig, sondern einfach nur peinlich. „SkinClad“ beweist soundtechnisch jedenfalls, wie nah Authenzität und Lächerlichkeit doch beieinander liegen können. Der Gesang von Frontmann David Walgrave ist dabei ja noch ganz passabel abgemischt, aber bei den unglaublich dünnen, monoton umherdudelnden Gitarren und vor allem den „Kirmes“ - Keyboards hört es dann auch auf.

Darüber könnte man ja noch ein Stück weit hinwegsehen, wenn die Songs wenigstens gut wären, doch diese verursachen bei mir dann ein entgültiges Kopfschütteln. Was einem hier in Songs wie „Casualty“, „A Pure Heart“, „Arigatou“ oder „Hey You“ präsentiert wird, macht wirklich keinen Spaß mehr. Das Ganze wirkt ausgelutscht, uninspiriert und ausgesprochen harmlos. Hinzu kommt, dass Crusader ebenfalls vollständig auf nennenswerte Melodien oder Refrains verzichten. Hier und da tritt zwar die ein oder andere ganz erträgliche Passage ans Tageslicht (so zum Beispiel beim nicht schlechten dritten Song „The Catcher“), das reicht allerdings bei Weitem nicht aus, um dieses Album noch irgendwie zu retten. In ihrer Gesamtheit versagen die Songs nämlich völlig.

Und spätestens beim ultra – peinlichen Gesang – Keyboard - Intermezzo „The Confession – Part I“, welches das nur um minimale Nuancen weniger schlechte „The Confession – Part II“ einläutet, ist meine Belastungsgrenze auch entgültig erreicht worden, zu mal auch der Gesang von David Walgrave von Song zu Song mehr nervt.

Normalerweise seid Ihr es ja gewohnt, längere Reviews aus meiner Feder zu lesen, doch ich weiß wirklich nicht, was ich noch zu den zehn Songs auf „SkinClad“ sagen soll, da auch die übrigen Songs nichts außer schwachem, schlecht harmlos produziertem „Einheits - True / Power Metal“ hergeben.

Fazit: „SkinClad“ ist ein Album, welches ich keinem Genrefan empfehlen kann. Hier fehlt einfach alles, was ein gutes bzw. durchschnittliches Album ausmacht, angefangen vom dünnen Sound bis hin zu den gähnend langweiligen Songs. Mehr als 2,5 Punkte für das anständige „The Catcher“ und die paar netten Passagen sind angesichts dieser schwachen Leistung dann leider nicht drin.

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