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Crucified Barbara: In The Red

Die bislang beste Platte der Schwedinnen
Wertung: 8/10
Genre: Hard Rock/ Heavy Metal
Spielzeit: 40:03
Release: 12.09.2014
Label: Despotz Records

Die Mädels von Crucified Barbara scheinen zunehmend mehr Hummeln im Hintern zu haben, zumindest legen sie, was die Veröffentlichung eines Albums betrifft, von Scheibe zu Scheibe ein schnelleres Tempo vor. Brauchten sie vom Debüt bis zur zweiten Platte noch vier Jahre, folgte das letzte Scheibchen „The Midnight Chase“ schon nach drei Jahren, und jetzt haben sie für die mittlerweile vierte Full-Length lediglich zwei Jahre gebraucht. „Wir haben uns blutig gejammt“, tönt es aus dem Bandlager und vielleicht ist das auch ein erster Hinweis auf den Albumtitel sowie auf volle Pulle Hard’n’Heavy Rock aus Stockholm.

Wer das Quartett schon live erlebt hat kann bestätigen, dass hier keine zickige Truppe auf Tussimodus agiert, sondern dass hier das Riff noch ganz ehrlich geschwitzt wird, auch wenn der eine oder andere optische weibliche Reiz nicht auszuschließen ist. Doch umsonst können sie sich nicht schon seit 16 Jahren behaupten, sodass immer deutlicher die Mucke in den Vordergrund rutscht und immer weniger die Phantasien der Pubertierenden befriedigt werden.

Da passt es dann auch ganz gut, dass Crucified Barbara gleich schon zum Albumstart mit „I Sell My Kids For Rock’n’Roll“ mit einem eindeutigen Statement für Verwirrung sorgen, war es doch bisher eher die Seele denn der Nachwuchs, die da zum Verkauf anstand. Hier aber drücken sie ordentlich aufs Rock’n’Roll-Gaspedal und zeigen bei dem stark treibenden Rocker, dass auch die Schwedinnen mit fetten Eiern prahlen können. Es sind auch immer genau die Tracks im Uptempo-Bereich, die vollauf überzeugen können. Scheint „The Ghost Inside“ mit fröhlichem Unterton und rotzigen Vocals geradezu zu hundert Prozent den Spirit der Band darzustellen, da kommen die Vier dann mit dem starken punkrockigen Heavyrocker „Lunatic #1“ um die Ecke, wo sie vom Riffing und auch gerade von der Gesangsleitung her locker noch ein Schippchen drauflegen.

Eher wieder traditionell mit reichlich 70er-Feeling präsentieren sie sich kurz vor Schluss mit „Finders Keepers“ und üben so den Schulterschluss mit ihren bisherigen Alben, „Electric Sky“ dürfte als Tanzflächenfeger auch aufgrund des sehr einprägsamen Refrains kaum mehr aus den Rockdisotheken wegzudenken sein und das temporeduzierte „To Kill A Man“ groovt ebenfalls wie Hölle und ist ein Headbanger par excellence. Aber auch der Titeltrack „In The Red“ sprüht nur so vor guter Laune im Uptempo-Anzug.

Hatten sie auf dem Vorgänger mit „Count In Me“ noch volle Möhre ins Balladenklo gegriffen, lassen es die vier Schwedinnen auf „In The Red“ durchweg ordentlich krachen, und es dürfte kein großes Geheimnis sein, dass sie immer dann am stärksten sind, wenn sie auf die Tube drücken und für puren Schweißalarm sorgen. „In The Red“ ist somit der bislang beste Output aus dem Crucified Barbara-Lager, woran sie sich auch bei der nächsten Scheibe werden messen lassen müssen.

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