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Critical Mess: Human Praey

Hochwertiger Death Metal, aber gedämpfte Begeisterung
Wertung: 7/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 39:41
Release: 29.03.2018
Label: Metalville

Ein Debütalbum soll das sein? Im Ernst? Wirkt irgendwie gar nicht wie eines, was die Hannoveraner hier mit „Human Praey“ vorlegen. Das fängt schon bei den Nebensächlichkeiten wie dem optisch top aufgemachten Album an. Das Cover mit der gasmaskierten Justitia ist schön düster und erinnert irgendwie an „Pinnacle Of Bedlam“ von Suffocation. Was zu hören ist, klingt ebenfalls nicht nach Debüt, sondern vielmehr nach Erfahrung und Können.

Critical Mess legen gleich richtig los und servieren mit “Bringer Of All End” einen derben Death-Metal-Hammer, der ohne Intro und andere Schnörkel sofort in den Nacken geht. Aggressiv, groovend und direkt nach vorne dröhnt es aus den Boxen. Britta Görtz beweist, dass sie nicht nur bei Cripper eine Top-Besetzung hinter dem Mikro ist, sondern sich auch für Death-Metal-Growls hervorragend eignet. Gegen Ende wartet der Opener sogar noch mit einer vergleichsweise melodiösen Passage auf. Ein Einstieg der Spaß und Lust auf mehr macht.

Soundtechnisch gibt es hier, wie auch auf dem Rest des Albums, nichts auszusetzen: druckvolles Schlagzeug, sägende Gitarren, passend in Szene gesetzte Vocals. Was will man mehr? Im selben Fahrwasser tönt auch das folgende „Feasting“, wenn auch insgesamt etwas gebremster und weniger direkt nach vorne gespielt. Kann man gut finden, hier wirkt es jedoch so, als ob „Human Praey“ nach dem Hammer-Einstieg ein wenig ausgebremst wird.

„Preacher OF Light“ bügelt das aber locker aus, gibt wieder mehr Gas und hört man da ganz dezent eine Morbid Angel-Hommage im Hintergrund? Eigentlich gibt es an den zehn Liedern des Albums gar nichts auszusetzen. Da sind an allen Ecken und Enden Könner am Werk gewesen, die über das ganze Album hinweg ein konstant hohes Niveau halten. An dieser Stelle sollte man auch das Gastspiel von Jeff Waters (Annihilator) auf „On Rotten Grounds“ erwähnen, welches dem Output bestimmt nicht schadet.

Es gibt summa summarum keinen nennenswerten negativen Aspekt an „Human Praey“. Was ist es dann nur, dass die Begeisterung dämpft? Vielleicht die Tatsache, dass zwar ein konstant hohes Niveau herrscht, dafür aber kaum ein Lied heraussticht oder besonders im Gehör bleibt? Vereinfacht ausgedrückt: Es fehlen die Hits. Das Album rumpelt beinahe vierzig Minuten durch, man denkt sich die ganze Zeit: „Ja, das passt! Saugeil!“ Aber dann ist es rum und irgendwie ist wenig hängen geblieben. Man merkt schon, dass die Kritik nicht wirklich konkret fest gemacht werden kann, was den Schluss nahe liegt, dass es ein äußerst subjektives Empfinden ist. Sorry!

Fazit: Critical Mess liefern ein einwandfreies Debütalbum ab, was ihnen erst einmal jemand nachmachen muss. Death Metal auf hohem Niveau mit gutem, druckvollem Sound. Es fehlt nur das gewisse Etwas.

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