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Crispr Cas Method: Crispr Cas Method

Ein Zufallsfund, der sich gelohnt hat!
Wertung: 8,5/10
Genre: Emocore, Indie Rock, Punkrock
Spielzeit: 24:19
Release: 03.10.2019
Label: Eigenproduktion

Manchmal hilft der Zufall: Da muss man erst einen Newsbeitrag zur neuen Adam Angst-Tour lesen beziehungsweise über deren Supportslots, da stolpert man über den Namen Crispr Cas Method. Wenn man sich ein bisschen für Genetik interessiert, muss man sich die Band natürlich anhören – und stellt freudestrahlend fest: Die Stimme kennt man doch! Kein Wunder, sind doch 3/5 der Truppe aus ehemaligen Days In Grief-Mitgliedern rekrutiert und unter anderen auch Sänger Jörg Ahrens. Auf einmal wähnt man sich wieder in den Anfängen der 2000er Jahre und bei all der Nostalgie kann man sich dann auch über die kürzlich veröffentlichte Erstlings-EP der Herrschaften freuen.

Und tatsächlich fühlt man sich beim Anhören der selbst betitelten Sechs-Track-EP gleich ein bisschen jünger, versetzt in rosige Emocore-Zeiten: „When Things Get Worse“ bildet da einen wunderbar knackigen Einstand, und vor allem die stimmliche Leistung bei „Recover Your Heartbeat“ mit seinen genial eingestreuten Screams zaubert ein Lächeln auf‘s Gesicht und einen Muskelkater in die Beine.

Ehrlicherweise muss man sagen, dass die Kölner hier einen Knaller nach dem anderen raushauen. Schon sind die knapp 25 Minuten Spielzeit zum zweiten Mal durchgeflutscht, die Skiptaste wird ganz natürlich gedrückt; da wird dann bei „Gleaming Heart“ sogar richtig punkig abgefeiert, man fühlt sich fast an Bands wie Billy Talent oder auch Rise Against erinnert, immerhin herrscht hier ein ähnlich unverkennbarer Sänger über die Instrumentalfraktion, die sich ordentlich verausgabt und mit galoppierenden Riffings und Drums das Gaspedal noch mehr beansprucht.

Genial auch das bissige, mit metallischen Gitarrenparts versehene „Time Runs Out“, das im Refrain ganz überraschend mit seinen unterschwelligen Melodien auf die Tränendrüse drücken kann – ein nahezu perfekter Song, den man sich in Dauerschleife anhören kann.

Wenn man sich jetzt die Liste der Anspieltipps auch nur flüchtlig anschaut, wird deutlich: Man kann froh sein, diese Band gefunden zu haben. Emotionale, knackige Tracks bieten hier keineswegs Ohrwurmflächen, sondern zeigen eher die kantigere Seite des Emocore, versetzt mit Indie Rock-Sensibilät und Punk-Attitüde. Crispr Cas Method haben hier nicht nur mit ihrem Bandnamen Köpfchen bewiesen, sondern mit ihrem ersten Lebenszeichen auch ein Ausrufezeichen gesetzt. Hoffentlich kommt bald mehr von den Kölner. Ich zumindest warte voller Spannung.

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