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Crisix: Rise... Then Rest

Südländischer Thrash der gehobenen Klasse
Wertung: 9/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 45:24
Release: 11.04.2014
Label: Apostasy Records / Edel

Ja was schlittert denn da in den The-Pit.de Promo-Briefkasten? Thrash Metal aus Spanien? Ungewöhnlich. Nicht, dass den Spaniern das Können aberkannt werden soll, dass sie auch in der Lage sind, ordentlichen Thrash Metal zu fabrizieren, aber Thrash Bands aus dem Land des sonnengereiften Gemüses ist doch eher selten. Nichtsdestotrotz haben die fünf Herren aus dem Sonnenstaat so viel Aufmerksamkeit erregt, dass die Welle bis nach Deutschland durchgeschlagen ist.

Die Band veröffentlicht nun schon ihr zweites Album. Das erste konnte hierzulande nicht für Furore sorgen, aber der Nachfolger soll es richten. Und tatsächlich, liegt die Platte mal auf, dann bekommt man als Hörer erst mal ein fettes Thrashbrett um die Ohren geballert. „I.Y.F.F.“, was soviel heißt wie In Your Fucking Face, gibt richtig Stoff und fährt gleich mal die volle Breitseite auf. Es gibt ein geiles Riff, coole Gitarrenläufe, jede Menge Full Stops, Gangshouts und einen Sänger der irgendwie nach einem wahnsinnigen Wiesel klingt. Fies, aggressiv und mordlüstern.

So lässt sich schon arbeiten. Die ersten Songs verfliegen förmlich. Zu hören gibt es zwar immer sehr ähnlichen Thrash, aber die Spanier versetzen ihre Musik mit so viel Witz und Charme, dass es wirklich eine Freude ist, den Klängen zu lauschen. Dieser Zustand bleibt auch eine ganze Zeit lang erhalten. Man kann sich die Scheibe ruhig einige Male komplett anhören, bevor die aha-Momente abklingen. Die Band hat viele kleine Gimmicks verbaut, die den Silberling auch für aufmerksame Hörer langzeittauglich machen.

Einer der witzigsten Momente ist der Song „Army Of Darkness“, der tatsächlich vom Kultfilm handelt. Ash stirbt eben wirklich nie. Auch das Motörhead-Cover „Ace Of Spades“ hat Charakter. Und das, obwohl der Song ja schon vor mindestens zehn Jahren zu Tode gecovert war.

Crisix liefern ein tolles Werk ab, das sehr lange braucht um sich abzunutzen. Thrash Maniacs sind hier wirklich bestens bedient. Das Album ist keine Genreneuerfindung, aber ein Beweis für eine funktionierende Basis. Crisix scheißen sich nichts drum, dass sie ihre Musik durchaus auch mit Humor betrachten können und scheinen Spaß an Genrespielereien und anderen Gaukeleien zu haben. Die Spanier machen es richtig. Sie nehmen sich selbst nicht zu ernst und konzentrieren sich einfach auf ihre Kernkompetenz: Das Musizieren. Greifen sie zu. Hier ist die Kohle gut investiert.

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