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Crimson Falls: The True Face Of Human Nature

Metalcore von der Stange
Wertung: 6/10
Genre: Death Metal, Metalcore
Spielzeit: 45:4
Release: 01.12.2006
Label: Shiver Records

Metalcore ist (immer noch) das Ding der Stunde! Bald wird sicherlich ein neuer Trend daher kommen und nur die wirklich eigenständigen Bands werden überleben. Werden Crimson Falls aus Belgien auch dazugehören? Kennen tut man sie ja nicht wirklich, aber dafür bin ich ja jetzt hier und versuche sie euch näher zubringen.

Obwohl...Leute, hab ich Metalcore gesagt?! Ich glaube, damit reduziere ich die Band etwas zu sehr auf einen Stil. Klar, der Gesang geht eindeutig in diese Richtung oder vielmehr in die des Hardcore und auch die Songwriter kennen sich mit den entsprechenden Szenegrößen aus. Gehört haben sie aber auf jeden Fall auch schon etliche Klassiker aus dem Death Metal Bereich, den was das kurze Intro "About Every Weakness" an Riffs abfeuert, macht Lust auf mehr. "Erase All Fear" wirkt auf mich aber leider etwas gehemmt, da ich immer erwarte, dass der Song gleich Fahrt aufnimmt, es aber leider nicht tut. "Architecture Disavowed" bleibt dieser Linie treu, kann aber mit klasse Soli punkten und wirkt im ganzen einfach schlüssiger. Zu dem Song kann man live bestimmt einen amtlichen Moshpit starten. Unbedingt mal anhören! Gleiches gilt für "Four Slaves, Four Struggles", auch wenn Crimson Falls nun wirklich nicht die abwechslungsreichsten Songs schreiben, aber für Fans dieser Art von Crossover sind sie nahezu perfekt. Zumindest auf Konzerten, zuhause würde zumindest ich etwas anderes auflegen, wenns schon aggressiv zugehen soll. Die Breaks sitzen perfekt, die Gitarristen packen immer wieder erstklassige Melodien aus und Gesang und Drumming... na ja, sagen wir mal, sie sind zweckdienlich. Zumindest nerven sie nicht, das ist doch auch schon einmal was. Herausstechen tut hier aber fast gar nichts. Fast? Richtig, denn "In Flander's fields" ist eigentlich ein Gedicht (von John Mccrae, sagt Google), was in der Crimson Falls Version mit ruhiger Musik unterlegt, vorgelesen wird. Das hört sich so recht unspektakulär an, wirkt beim Hören aber ziemlich gut und bietet eine klasse Überleitung zu "We Are The Dead", was sich aber leider recht schnell wieder im Einheitsbrei festfährt.

Es ist schwer, diese Platte zu bewerten. Schlecht ist sie wirklich nicht und noch nicht mal der Hardcore Gesang (den ich normalerweise nicht sehr mag) passt gut ins Gesamtbild. Für ein Debüt (2005 gabs noch eine MCD) mit einer richtig knallenden Produktion versehen, ist "The true face of human nature" eine perfekte Platte zum Moshen. Innovationen darf man aber nicht erwarten, denn ein Song wie "In Flander's fields" ist lediglich ein kleiner Farbtupfer. "Melancholic melodies", wie das Labelinfo mir weismachen will, hat die Band wohl gut unter dem Gebolze versteckt. Wenn ich die Band mit einer anderen vergleichen müsste, würde ich The Black Dahlia Murder sagen. Die spielen allerdings in einer höheren Liga, wohin Crimson Falls natürlich auch noch kommen können. Bis dahin gibt es 6 Punkte in Erwartung, was da noch kommen mag.

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