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Crematory: Pray

Leider weder Gothic Metal noch back to the roots
Wertung: 4/10
Genre: Dark Metal
Spielzeit: 48:25
Release: 01.02.2008
Label: Massacre Records

Im letzten Jahr feierten Crematory 15-jährige Bandgeschichte und seit ihrer Rückkehr ins Musikgeschäft im Jahr 2004 veröffentlichen sie scheinbar wie am Fließband. In diesem Jahr will sich die Band nun mit „Pray“ neu erfinden oder doch zurück zu den Wurzeln? Man kann es schwer sagen - jedenfalls so lange der erste Schock noch sitzt.

„Gothic Metal“ und „Back to the roots“ waren laut Promoinfo Zielvorgaben zum neuen Album, aber das klingt mir viel zu verschwörerisch. Was man hier hauptsächlich hört, sind tragende Melodien gepaart mit Felix` bombastischer Stimme, dazu Matthias` und Katrin`s Vocals, ab und an ein paar fette Riffs. Damit wäre die ganze Platte eigentlich schon besprochen, aber das wäre wohl zu einfach.

Versöhnlich stimmt einzig der letzte Titel „Say Goodbye“, der mit Matthias` cleanem Gesang leise startet und dann in einen hymnischen, tiefen Gesang von Felix übergeht. In diesem Song kann auch Matthias endlich gesanglich überzeugen und mit seiner Stimme eine Atmosphäre aufbauen. Gänsehaut ist vorprogrammiert.

Das soll nicht heißen, dass die anderen Songs komplett schlecht sind, denn das sind sie nicht. Es gibt durchaus Titel wie „Burning Bridges“, die an frühere Alben anknüpfen und wäre diese Platte das Debütalbum einer x-beliebigen Band, dann würde die Kritik auch durchaus positiver ausfallen, aber im Großen und Ganzen ist „Pray“ wirklich enttäuschend. Von einer Band, die seit so vielen Jahren im Geschäft ist, kann man einfach mehr erwarten. Stattdessen hören wir wieder dieselben Melodien, das dominante Keyboard, dieselben Themen und was am Schlimmsten ist: Der eine richtige Ohrwurm fehlt komplett und das ist auch das einzig Unvorhersehbare an diesem Album, denn auf einen Kracher konnte man sich bei Crematory bisher immer verlassen. Den gibt es einfach auf jedem Album.

Ich würde sagen: Zielvorgaben glatt verfehlt. Gothic naja, Metal – wo denn? Und back to the roots schon mal gar nicht. Einem Cremtory-Fan der ersten Stunde bricht es fast das Herz, dieses Review schreiben zu müssen, aber leider bietet dieses Album nicht viel mehr. Trotzdem kann man sich auf die kommende Tour im Mai freuen, denn glücklicherweise sind Crematory eine der geilsten Livebands und ihre alten Titel geben sie dort hoffentlich auch zum Besten.

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