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Crematory: Antiserum

Eine sehr ordentliche Leistung
Wertung: 8,5/10
Genre: Gothic Metal
Spielzeit: 43:25
Release: 21.02.2014
Label: Steamhammer/SPV

Crematory sind dafür bekannt, dass sie sich kontinuierlich weiterentwickeln. Einerseits konnte man der Band nie vorwerfen, dass sie sich auf den Lorbeeren ausruht, aber auf der anderen Seite haben manche Veränderungen schon für Kopfschütteln bei den Fans gesorgt. Mit Album Nummer zwölf gehen die Gothic Metaller nun wieder einen Schritt in die elektronische Richtung. Und zwar einen großen. Dabei muss man jetzt aber nicht annehmen, dass die Scheibe nicht knallt. Das Gegenteil ist der Fall.

„Antiserum“ wurde gemeinsam mit Elmar Schmidt von der EBM-Band Centhron erarbeitet und setzt stark auf das Keyboard als tragendes Instrument. Neben den „normalen“ Keyboard-Tracks sind vermehrt auch elektronische Drums verbaut, was es manchmal gar nicht so einfach macht, zwischen Kathrin und Markus Jüllich den richtigen Taktgeber ausfindig zu machen. Diese Kombination aus echtem und synthetischem Schlagzeug hat tatsächlich einen gewissen Reiz. Gleichzeitig weicht diese Zusammenarbeit die harte Grenze zwischen den elektronischen und elektrischen/akustischen Teilen der Lieder ein ganzes Stück auf. Das sorgt für ein angenehm homogenes Hörempfinden.

Was das Hitpotential von „Antiserum“ anbelangt, fallen Crematory dieses Mal aus der Reihe. Auf den letzten Platten waren meist ein paar wenige, richtig fette Nummern und eine Menge guter, aber nicht so durchschlagender Stücke. Das ist dieses Mal anders. Schon „Until The End“ und „Shadowmaker“ sind zwei hitverdächtige Nummern, die sich sofort ins Hirn einbrennen. Die beiden Stücke kann man getrost der elektronisch-rhythmischen Seite der Platte zuordnen. Neben fast schon industrialähnlichen und manchmal nach Pain klingenden Riffs gibt es ein sehr geradliniges Drumming und Growlgesang, der immer wieder durch clean dargebotene Zeilen aufgelockert wird.

Ganz anders gewandet ist der Titeltrack der Scheibe. Ganz nach hinten geschoben kommt „Antiserum“ eher im klassischen Crematory-Gewand daher. Getragene Gitarren mit Solopassagen stellen die Grundpfeiler des Songs dar und das Keyboard dient eher zur Untermalung als als melodieführendes Instrument. So ähnlich klang die Band in den Neunzigern schon mal.

„Antiserum“ zählt definitiv zu den besten Alben der Band um Frontmann Felix. Die Platte bietet ein breites Spektrum an verschiedenen Facetten und mag etwas ohne roten Faden erscheinen, wenn man sie das erste Mal rotieren lässt. Mit jedem Hördurchgang werden die Songs aber vertrauter und nach und nach brennt sich ein Titel nach dem anderen ins Gehör ein und das Mitsingpotential ist sehr hoch. Zu einem genrebildenden Meisterwerk reicht es zwar nicht, aber für alle Gothic-Metal-Fans kann man auf jeden Fall eine Kaufempfehlung aussprechen.

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