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Cremated Lives: Bloodluster

Stangenware
Wertung: 6/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 32:56
Release: 09.05.2008
Label: Soulflesh Collector

Soulflesh Collector mal wieder! Und schon wieder erfreut uns das Label mit Death Metal. Cremated Lives sind drei Musiker aus Russland und widmen „Bloodluster“ einem verstorbenen Freund. Leider legt das Label ihren Bands keine Infozettel bei, weswegen es für den jeweiligen Rezensenten immer schwierig ist, sich etwas Interessantes aus den Fingern zu saugen. Deswegen geht es gleich in die Vollen.

Eine Spieluhr als Intro, tiefe Gitarren braten los und abartig tiefes Gegrunze, unterbrochen von einem Quieken, was etwas von einem Wildschwein hat – wer sich jetzt denkt, dass „In The Depths Of The Catacomb“ Stangenware ist, liegt absolut richtig. Die Band hat ein grooviges Riff im Song (und unter dem scheppernden Schlagzeug) versteckt, aber das war es auch schon. Mir schwant Übles...

Aber hört, hört: Der Titeltrack ist gar nicht so übel geraten. Das Thrash Metal artige Riffing steht dem Song nämlich sehr gut zu Gesicht und krankt eigentlich nur an der billigen Produktion und an dem Gesang, welcher allerdings Geschmackssache sein dürfte. „Bloodluster“ erinnert daher ein wenig an das Hypocrisy Debüt „Penetralia“.

Mit „Cremated Lives“ widmet die Band einen Song sich selbst. Dieser geht dann auch als schnellster Song der Platte durch und lebt vom massiven Einsatz der „Schweinestimme“. Wenn man nicht genau hinhört, entgeht einem schnell, dass die Musiker einige wirklich gute Ideen in ihren Liedern untergebracht haben. Denn dankenswerterweise knüppeln sie sich nicht gnadenlos durch jeden Song, sondern gehen anders zu Werke. Als Beispiel sei hier das Ende von „Lust By Suffering“ genannt.

Nach weiteren schnellen Abfahrten haben sich Cremated Lives mit „Global Homicide“ ein wahres Groove-Monster für den Schluss aufgespart. Sie lassen den Fuß zwar nicht komplett vom Gaspedal, aber der abwechslungsreichste Song von „Bloodluster“ ist auch der Beste. Hier gibt es Blasts, Groove und Thrash in einer gelungenen Mischung.

Fazit: Von den Alben, die ich bisher von Soulflesh Collector gehört habe, mit Sicherheit das stärkste, auch wenn ich mir diese Musik privat nicht anhöre. „Bloodluster“ ist ein Album, was niemandem weh tut, aber bestenfalls gehobener Durchschnitt ist.

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