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Crekko: Paint The Town Red

Energetischer Alternative Rock auf der Suche nach einer Identität
Wertung: 6.5/10
Genre: Alternative Rock / Alternative Metal
Spielzeit: 51:16
Release: 02.10.2009
Label: 7Hard

Crekko nennen sich die Newcomer aus Baden-Württemberg und veröffentlichen nun nach erfolgreichen Live-Auftritten ihr „Paint The Town Red“ betiteltes Debüt. Geboten wird schnörkelloser, aber oftmals mit einer gehörigen Portion Aggression versehener Alternative Rock, der auch häufig in Metal-Gefilden wildert.

Dass die Anzahl der Bandmitglieder nicht ausschlaggebend für die Qualität der Musik ist, wird hier erneut bewiesen, denn obwohl die Besetzung nur aus drei Musikern besteht, bewegt man sich technisch durchgängig auf einem hohen Niveau und kann zudem auch noch mit einer überraschend professionellen Produktion aufwarten.

Alle Instrumente klingen sehr druckvoll und lassen viele der Stücke angenehm hart klingen, ohne dabei aber deren teilweise fast schon poppig anmutende Eingängigkeit verloren gehen zu lassen. Ein weiteres Merkmal der Band ist es nämlich, selbst den im Metal angesiedelten Songs eine gewisse Radiotauglichkeit zu bescheren, ohne aber den nötigen Drive vermissen zu lassen. Prinzipiell wäre diese Tatsache positiv zu bewerten, da viele der Melodien gut ins Ohr gehen – wäre da nicht die fehlende Eigenständigkeit der Musik, denn obwohl es handwerklich nicht viel zu bemängeln gibt, scheint die Band ihre Identität noch nicht wirklich gefunden zu haben. Die Melodieführung klingt innerhalb des Albums teilweise sehr ähnlich und auch Riff-Wiederholungen sind keine Seltenheit.

Dem gegenüber steht jedoch, dass die Riffs trotzdem zünden, denn auch hier wird sehr eingängig und mit einer Menge Energie vorgegangen, so dass ein gewisser Ausgleich zur fehlenden Abwechslung geschaffen wird. Ebenfalls gut präsentiert sich der sehr professionelle Gesang, der kraftvoll und variabel aus den Lautsprechern schallt.

Schon sobald mit „More & More“ die ersten Takte des Albums erklingen, fällt sofort die raue Stimme des Frontmannes auf, der die großartig klingenden Gitarren würdig ergänzt und den melodiösen Refrain des groovigen Stücks noch besser macht, als er sowieso schon ist. Leider kann man das Niveau nach diesem Einstieg nach Maß nicht halten, obwohl immer mal wieder stärkere Momente aufblitzen.

Der Song „Control“ beispielsweise überrascht mit einem bluesigen Gitarren-Solo zu Anfang, das auch weiterhin als Leadgitarren-Melodie neben den harten Riffs dienen darf. Weiterhin erwähnenswert sind die Tracks „Gasoline“ und „Loco“: Während erstgenannter einen mitreißenden Groove besitzt, begeistert „1000“ mit Stakkato-Riffs und aggressivem Gesang, so dass auch Freunden einer härteren Ausrichtung Material geboten wird.

Für zwei der wenigen Überraschungsmomente sorgen das schnelle und fröhliche Stück „Anger“ und „Goodbye“ - hier werden zwei von einem Gastgitarristen eingespielte Soli präsentiert, die es wirklich in sich haben und von denen man sich in Zukunft ruhig mehr wünschen könnte.

Um sich ernsthaft zu etablieren, fehlt Crekko einfach das „gewisse Etwas“, mit dem man sich deutlich von ähnlich gelagerten Bands abheben könnte. Ansetzen sollte man vermutlich zuerst bei der Melodieführung, denn in diesem Bereich fehlt auf Dauer die Abwechslung. Doch selbst wenn eine solche Weiterentwicklung nicht möglich wäre, gibt es immer noch ein gewisses Potenzial im Songwriting zu entdecken, denn Tracks wie „More & More“ beweisen, dass mangelnde Innovation mit ordentlich Energie wettgemacht werden kann.

Alles in allem ist „Paint The Town Red“ also ein Album, das man sich als Anhänger des etwas härteren Alternative Rocks ruhig einmal antun kann – zur Beschallung nebenbei taugen die Songs auf jeden Fall. Auf besonders viel Tiefe sollte man hier allerdings nicht hoffen, zu eintönig wirkt die CD auf Dauer. Über dem Durchschnitt liegt das Trio aber letztendlich immer noch, gerade durch die starke Produktion und den angenehmen Gesang bewahrt man sich eine gewisse Professionalität.

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