Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Crehated: Anthems Of Hate

Thrash der alten Schule aus Italien
Wertung: 6/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 51:21
Release: 24.03.2008
Label: SG Records

Thrash Metal boomt seit einigen Jahren wieder. Aus nahezu jedem Land gibt es zahlreiche neue Bands zu vermelden, die sich diesem zeitweise tot gesagten Genre verschrieben haben. Ein Beispiel ist das italienische Quartett Crehated, das mit „Anthems Of Hate“ ihr Debüt veröffentlicht. Gegründet im Jahr 2005, hat die Gruppe die Zeit bis heute ohne einen Line Up Wechsel überdauern können.

Dem geneigten Thrash Metal-Fan fällt natürlich sofort das Cover auf, das eindeutig von Toxics „World Circus“ inspiriert ist. Jedoch erinnert der Clown hier mehr an Pennywise (aus Stephen Kings „Es“, nicht an die Band), als an den „Coverboy“ des erwähnten Klassikers. Musikalisch gibt es nicht die heutzutage beliebte Mischung aus Thrash und Death Metal zu hören, sondern eine deutliche Verneigung vor den Veröffentlichungen der 80er Jahre. Hier und da tauchen, vor allem im Vocal Bereich, Death Metal Einflüsse auf, aber ansonsten gehen die Italiener betont „old school“ zu Werke. Besonders deutlich wird dies in der Gitarrenarbeit von „Alien“ und „D.Mad“, die häufig so wirken, als würden sie Zitate von Größen wie Skolnick, Mustaine, Kisser oder Ian in ihr Spiel einbauen. Das wertet die eingängigen Songs der Marke „Tear You Down“ aber keinesfalls ab, sondern sorgt für einen gewissen Wiedererkennungswert.

Einen solchen gibt es im Gesangsbereich nämlich kaum. „Nitrox“ verfügt zwar über eine für diese Musik nahezu optimale Stimme, aber ein wenig Abwechslung würde auf keinen Fall schaden. Auf die Dauer wirkt der Gesang in der Grauzone zwischen „Shouts“ und „Growls“ recht ermüdend und raubt den Songs etwas von ihrer Identität. Erschwerend kommt noch die Produktion des Schlagzeugs hinzu, das, ganz neutral gesagt, sehr klinisch klingt und fast wie ein Fremdkörper wirkt.

Crehated offenbaren aber trotz dieser Kritik immer wieder Potential, auch wenn sie dieses (noch) nicht über ein ganzes Lied hinweg abrufen können. „Violent Circus“ zum Beispiel hat einen extrem eingängigen Groove zu bieten, der auch größeren Bands gut zu Gesicht stehen würde. „Reborn In Chaos“ ist gitarrentechnisch sehr beeindruckend und „S.O.V.I.E.T.“ geht glatt als bisher unveröffentlichter Dew Scented-Song durch. Was ergibt sich also unterm Strich als Urteil über „Anthems Of Hate“?

Es gibt eindeutig schlechtere Einstände als diesen. Aber ebenso eindeutig auch wesentlich bessere. Crehated haben wie bereits erwähnt Potential, gleichermaßen wie auch Luft nach oben. Was den Italienern wirklich fehlt, sind Songs die aus der Masse herausstechen und mit denen man die Band verbinden würde; ein kleiner Genrehit sozusagen. Dennoch sollte man mit dieser Platte nicht zu hart ins Gericht gehen und bei Interesse ruhig mal auf der MySpace Seite der Band vorbeischauen.

comments powered by Disqus

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna