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Creation’s End: A New Beginning

Der neue Anfang des Endes der Schöpfung
Wertung: 7/10
Genre: Progressive Melodic Power Metal
Spielzeit: 65:05
Release: 26.11.2010
Label: The Laser’s Egde Records

Rudy Albert (Zandelle) und Dario Rodriguez sind die Köpfe, die hinter dieser Band stecken. Das wird noch nicht unbedingt allen etwas sagen. Interessanter wird es, wenn man hört, wer einige Gastkeyboards beigesteuert hat: John Macaluso (James LaBrie Band, Fool’s Game, Ark, TNT, Yngwie Malmsteen). Und daraus kann man dann auch weite Teile des musikalischen Stiles ableiten. Melodische Dream Theater mit mehr Sinn für Melodie als Gitarrengefrickel. Ja, so kann man das beschreiben.

„Of Shadow And Flame“ ist ein fast neunminütiger Anheizer für das Album. Leider stören ein paar spärliche Hohlkörper-Klopfgeräusche, die den Sound überlagern. Zuerst meint man, das wäre wohl eine neue Form von Kopierschutz, aber das scheint so gewollt zu sein. Die Melodie wird teilweise recht abrupt geändert und bringt somit den progressiven Touch in die Mucke. Leider wirkt die Neun-Minuten-Mucke ein wenig arg lang, denn so richtig mag keine Freude aufkommen. Es wirkt zeitweise viel zu langatmig. Da gehen auch einige wirklich gute Parts im Gesamtkonstrukt ein wenig unter.

„World Holocaust“ verweilt zunächst noch im reinen Power Metal, der hier ein wenig angeraut daher schleicht. Die Instrumentenbeherrschung ist ohne Tadel und man nickt gefällig mit. Sänger Mike Dimeo (Masterplan, Riot, The Lizards) liefert einen guten Job ab, auch wenn er mir zu Riot-Zeiten besser gefallen hat. Gelungener Track.

„Hollow“ bestreitet seinen Weg deutlich getragener. Der schöne Beginn hat eine gewisse dunkle Farbe in sich, aber dennoch eine verträumte Leichtigkeit. Mit Cello und Klavier wird hier gekonnt Spannung erzeugt, bevor es dann richtig losgeht und der Sänger brillieren darf. Der Refrain ist richtig stark geworden und hat eine leicht bedrückende Stimmung, die aber sehr schnell von den Keyboards zerstückelt wird. Das sind über sieben Minuten starke Musik an einem Stück, welche dann auch noch nahtlos in den nächsten Song übergehen.

„Dissociate“ donnert da mit erheblich mehr Druck aus den Lautsprechermembranen. Trotzdem will der Song nicht so gut ins Ohr gehen. Der Instrumentalpart ist zwar von hoher technischer Wertschöpfung, aber wirklich begeistern kann das Vorgetragene nicht. Das Ganze wirkt ein wenig zu erzwungen progressiv.

„Still Life“ zeigt sehr schön, was Lead-Gitarrist Marco Sfogli (James LaBrie Band) drauf hat. Das macht schon wieder mehr Spaß. Die Melodieführung ist deutlich gelungener als beim Vorgänger und so kommt trotz steigender Power immer mehr Laune beim Hörer an. Da wird dann auch mal mehr in Richtung Dream Theater gefrickelt.

„Forsaken“ startet auch ohne Unterbrechung. Man weiß zeitweise nicht mehr so richtig, in welchem Song man sich gerade befindet, aber das passt zum Konzept der Band und den allesamt überlangen Stücken. Die atemberaubend zauberhafte Gitarrenmelodie sorgt für höchste Entzückung. Schade, dass da Strophen mit Gesang kommen müssen, sonst könnte man da stundenlang zuhören und träumen. Aber nicht falsch verstehen, die Gesangsparts passen auch und wollen zu Recht gehört werden.

„Relic“ kann das nicht niedrige Niveau zwar halten, aber auch keine weiteren Glanzpunkte setzen. Hoffentlich gibt es da noch ein richtig großes Finale. Das folgt dann mit „Creation’s End“. Mit etwas mehr Charme wird das Ende besiegelt, aber das große Highlight bleibt dem Hörer dennoch versagt, auch wenn der instrumentale Mittelteil mal wieder superb geraten ist.

Fazit: Die Band wird es schwer haben, sich auf dem Markt durchzusetzen. Hervorragende Ansätze sind zwar da, aber das dürfte bei der Konkurrenz nicht ausreichen. Irgendwie schafft es die Band aber, die Lücke zwischen melodischem Power Metal und Progressive Metal zu schließen. Die teilweise nach Pathos schreienden Songs können aber nur teilweise wirklich gefallen. Vielleicht wäre es besser gewesen, ein paar Stücke zu teilen oder einfach nur zu kürzen und dafür weitere Songs auf dem Album zu verewigen.

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