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Craving: Demo 2006

Durchaus gelungenes Demo
Wertung: 6/10
Genre: Black Metal , Death Metal
Spielzeit: 28:43
Release: 30.11.2005
Label: Eigenproduktion

Heute liegt mir eine CD von einer noch ganz frischen, unbekannten Band namens Craving zum Fraß vor. Die im Sommer 2005 gegründete Band arbeitete fleissig und möchte nun mit ihrer neun- trackigen Demo Fuß in der Metalszene fassen. Nach einigen Mitgliederwechseln und Namensfindungsproblemen steht nun die Besetzung und auch einen passenden Namen fand man, der übersetzt so viel wie Begierde, Lust heisst.

Bei meinen Recherchen stieß ich auf die durchaus sehr professionell gestaltete Internetseite der Oldenburger Band und war durchweg positiv überrascht. Eine so gut durchstrukturierte und schicke Website ist man bei solch frischen Bands nicht gewohnt. Ich hatte es also mit einer sehr ambitionierten Band zu tun.

Als ich das fertige Werk nun schlussendlich in das CD-Fach schob, war ich, wie man es von Eigenproduktionen gewohnt ist, überhaupt gar nicht mit dem Sound zufrieden, aber das versuche ich einfach mal aussen vor zu lassen, da natürlich nicht jeder sein eigenes voll funktionsfähiges Studio zu Hause hat, womit man ein anständiges Soundgerüst erzielen kann. Doch da muss in Zukunft noch einiges getan werden.

Zur Musik selber ist zu sagen, dass die vier Herren munter zwischen den Genres mischen und sich auch selber schwer tun mit der Einordnung ihrer Musik. Raus kommt eine Zusammenstellung aus Death- und Black Metal, sowie sehr vielen melodischen und rockigen Teilen. Nach dem ersten Höreindruck dachte ich, dass es ziemlich 08/15 klingt und man es irgendwie schon mal gehört hat. Was nicht heißt, dass das, was man hört, schlecht wäre. Die Riffs sind zackig, animieren zum Bangen, machen einfach Spass. Auch der melodische Aspekt in der Musik gefällt mir sehr gut und ist gut zwischen die härteren Klänge gemixt, aber wirkt auf Dauer auch recht ähnlich.

Die CD beginnt mit einem sehr gelungenen Intro. Düstere Untergangsstimmung wird durch verschiedene Synthesizereffekte erzeugt. Man hat die Assoziation von totaler Zerstörung, Klänge ähnlich wie Maschinen unterstützen das Szenario. Doch schon bald kommt der plötzliche Umschwung. Es kommt was, was man wirklich überhaupt nicht erwartet. Schöne hoffnungsvolle Keyboardmelodien, die an alte klassische Werke von Beethoven und Bach erinnern, wandeln die gesamte Stimmung. Zum Ende hin kippt die Stimmung wieder ins Verzweifelte und die Musik steigert sich immer weiter bis zum schlussendlichen Höhepunkt des Intros.

Fast nahtlos dazu setzt der erste Song an. Rasant, zackig, eher typisch Black Metal beginnt dieser, wandelt seinen Charakter aber mit einer sich durchs gesamte Lied ziehenden Hauptmelodie. Der recht tiefe, kreischende Gesang von Lukas Winkler gliedert sich wunderbar in die Musik ein und wirkt keineswegs störend..

Im Lied werden akzentuiert Höhepunkt eingebaut, die die Spannung am Leben halten. Lied 7 wiederum klingt ganz anders, was wiederum die Mischung auf diesem Album ausmacht. Das Lied erinnert an Technical Death Metal vom Feinsten, lediglich der schlechte Sound lässt die Lied sehr schwammig wirken. Schlagzeuger Lutz Pohlabeln leistet volle Arbeit und donnert mit einem Double-Bass-Inferno, der Gesang wird auch noch mal um einige Basstöne runtergeschraubt und die Gitarren überholen sich fast gegenseitig im Spiel. Das Tempo wird im Laufe um einiges stampfender und lediglich die Lead-Gitarre behält das zackige Tempo bei einer leider recht uninteressanten Melodie.

Fazit: Alles in allem ein durchaus gelungenes Demo der vier Oldenburger Mannen, das auch eine breitere Masse ansprechen wird. Die Mischung aus Melodie, Black- und Death Metal ist nichts völlig Neuartiges und auch nicht alle Lieder der Platte überzeugen, aber dennoch ein rundum solider Einstieg. Die Truppe besitzt eine Menge Potenzial. Wenn sie die Produktion verbessern und noch etwas Eigenständiges aus ihrer Musik herauskitzeln können, wird man schon bald einiges mehr von ihnen hören. Also, reinhören lohnt sich!

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