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Craving: By The Storm

Ein neues furioses Kapitel für das Trio
Wertung: 9/10
Genre: Melodic Death Metal / Black Metal / Folk Metal
Spielzeit: 67:57
Release: 25.11.2016
Label: Apostasy Records

Es ist das dritte Album für die Niedersachsen Craving, die sich um Gitarrero und Frontkämpfer Ivan scharen. „By The Storm“ lautet der Titel der Scheibe und zumindest anhand der Songtitel könnte man auf ein Konzeptalbum schließen. Es ist aber keines. Craving machen einfach wieder, was sie besonders gut können: furiose Musik mit extrem epischen Vocals und einem durchaus exotisch anmutenden Ambiente.

So ist es nicht verwunderlich, dass schon gleich nach dem Intro das blanke Inferno aus den Boxen ballert. Craving zeigen vom ersten Ton an, dass sie mitnichten nachlassen, sondern immer noch aus vollen Rohren feuern. Wer sich von den ersten drei Nummern noch nicht ganz überzeugen lassen will, der bekommt spätestens bei „Penelope’s Prayer“ die Schnauze poliert. Hier glänzt das Trio in fulminantem tiefschwarz. Hier jagt ein Blastbeat den nächsten und das einzige, was das Stück ein ganz kleines bisschen auflockert ist der mitreißende Refrain, der gewohnt episch aufschlägt. Rhythmik- und Tempiwechsel haben die drei Musiker bis aufs kleinste Detail verinnerlicht. Das Spiel zwischen schnell und langsam, hart und melodisch sowie mit verschiedenen Gemütsstimmungen beherrschen die drei Protagonisten genau so gut wie ihre Instrumente.

Dabei ist das Konzept hinter den Songs vereinfacht betrachtet recht simpel. Craving machen prinzipiell ein großes Fass auf, wenn es um furiose Riffs und um große Emotionen geht. Eine riesige Portion Epik mischt sich mit rasendem Melodic Death Metal und/oder Black Metal zu einer beeindruckenden Masse aus verdammt aggressivem, aber trotzdem schwer melodischen Metal der durchaus gehobenen Klasse.

Um die Verhältnisse ein bisschen klarer darzulegen soll einmal ein Stück in seine Einzelteile zerpflückt werden. Dafür passt das über acht Minuten lange „Eyes Of Winter“ nicht ganz zu einhundert Prozent, weil es verhältnismäßig langsam um die Ecke kommt. Dafür bietet die Nummer aber das ganze Spektrum der Craving-Welt.

Eingeleitet wird das Stück von akustischen Gitarrenklängen, die schnell mit Drums und der elektrisch verstärkten Fraktion aufgefüllt und abgelöst werden. Immer wieder blitzen kleine Soloparts der Gitarre auf. Im weiteren Verlauf übernehmen cleane Vocals die Melodieführung, die aber wiederum schnell mit Chören und Growls ergänzt werden. Langsam steigert man sich so zu einem Spannungshöhepunkt, der bei circa sieben Minuten und 40 Sekunden erreicht wird.

Wer aber glaubt, jetzt sei die Luft raus, der irrt gewaltig. Craving geben nochmals Vollgas und donnern dem Hörer noch einige Kracher um die Ohren. Auf der Digipackversion gibt es zum Abschluss sogar noch eine Coverversion des Game Of Thrones Titelstücks zu hören.

Craving liefern mit „By The Storm“ ein beeindruckendes Werk ab, das sich nahtlos in die Reihe der bisherigen Veröffentlichungen einfügt. Die Band hat sich bisher in keine Schublade klopfen lassen und auch dieses Mal machen die drei Jungs einfach das, was ihnen passt. Dieses Vorgehen steht der Formation gut und sollte den Fankreis mit der neuen Platte weiter ausbauen.

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