Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Craft: Void

Mehr als empfehlenswert
Wertung: 8/10
Genre: Black Metal
Spielzeit: 48:56
Release: 05.08.2011
Label: Carnal Records

Man kann nicht sagen, dass die Schweden Craft mit Veröffentlichungen nur so um sich werfen. Die Band existiert bereits seit 1994 und dennoch bringt man es inklusive des neuesten Outputs erst auf 4 Fulllength-Alben und eine Demo. Doch sei es auf der vor Darkthrone-Allüren nur so strotzenden „Total Soul Rape“ oder auf der rockigen „Fuck The Universe“: Craft haben stets Qualität abgeliefert und scherten sich einen Scheiß um irgendwelche Depressive- oder Post-Black-Metal-Trends. So ist es auch auf dem neuesten Werk, welches den verheißungsvollen Titel „Void“ (zu deutsch: die Leere) trägt und vor Kurzem über Southern Lord Records veröffentlicht wurde.

Void ist ein raues, düsteres, durch und durch hasserfülltes Stück Black Metal geworden, welches jederzeit authentisch und ehrlich wirkt. Im Vergleich zum 2005er Werk „Fuck The Universe“ sind die Songs teilweise etwas schneller, aber auch atmosphärischer geworden.
„I want to commit murder“ ballert zum Beispiel in mörderischem Tempo los, nur um dann wieder zum hypnotischen Riffmonster zu mutieren. Überhaupt ist es diese hypnotische Atmosphäre, welche durch relativ eingängige, fast schon rockige Riffs getragen wird, die den Sound von Craft ausmacht. Weiterhin gibt es zähe, doomige Songs wie eben „Come Resonance Of Doom“ oder das heftig rockende „Succumb To Sin“, welches wie viele der Songs einen gewissen 90er Charme versprühen, ohne dabei zu gewollt old-schoolig zu klingen. Die Produktion tut ihr Übriges. Der für ein Black-Metal-Album relativ saubere, kraftvolle Sound passt perfekt zu den acht beklemmenden Hassbatzen, die Craft mit „Void“ auf die Welt loslassen. Bemerkenswert ist, dass die Drums aus der Dose kommen, denn die Verwendung eines Drumcomputers hört man Void nicht direkt an. Perfekt zu Sound und Musik passt auch Sänger Nox' Gesang. Er knurrt, keift und röchelt, als gäbe es kein Morgen. Wie auch auf dem grandiosen „Fuck The Universe“ sind die ranzigen Songs mit einigen schrägen, teils dissonanten Melodien versehen, welche sich hervorragend ins Gesamtgefüge eingliedern. Eigentlich ist also alles beim Alten geblieben.

Craft scheinen ihren Sound gefunden zu haben und das ist auch gut so. Auch was den lyrischen Part betrifft, muss man sich keine Sorgen machen. Craft sind weiterhin auf ihrem vierten Album „Void“, welches übrigens in Schweden direkt auf Platz 7 der Albumcharts eingestiegen ist, nicht plötzlich zu Weltverbesserern und Baumknutschern geworden. Thematisch her bleibt man, wie einem das schicke Cover, welches einen Mensch der mit ausgebreiteten Armen einer pilzförmigen Aschewolke gegenüber steht, zeigt, schon suggeriert bei Chaos, Zerstörung und dem Ende allen Seins - so wie sich das gehört.

Was soll man zu der Platte noch weiter sagen? Craft gehen mit „Void“ keine Risiken ein. Großartige Veränderungen im Songwriting oder behandelter Thematik gibt es nicht, was aber bei dem hohen Maß an gebotener Qualität auch nicht von Nachteil ist. „Void“ ist ein düsteres, dreckiges, beklemmendes und teilweise ziemlich rockiges Stück Black Metal geworden, das Freunden von Darkthrone, Armagedda, Urgehal oder sowieso den älteren Craft-Alben guten Gewissens nahe gelegt werden kann.

comments powered by Disqus

Spektakulärer Abend, der kaum zu übertreffen ist

Das Wochenende klingt mit Volldampf aus

 

 

„Das ist genau der Punkt, kein erhobener Zeigefinger“

Perfekter Tour-Abschluss, der mehr Zuschauer verdient hätte

Kurzweiliger Abend mit kleinem Vorgeschmack auf das kommende Album

Wenn es im August schneit und trotzdem alle schweißgebadet nach Hause gehen

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17