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Cosmic Tribe: The Ultimate Truth About Love, Passion And Obsession

Neo Hippie Space Rock
Wertung: 8/10
Genre: Rock
Spielzeit: 43:48
Release: 24.09.2010
Label: Fastball Music

Die aus Hannover stammenden und 1999 gegründeten Cosmic Tribe veröffentlichen mit „The Ultimate Truth About Love, Passion And Obsession“ ihr bereits viertes Studioalbum. Auffallend ist der etwas abgespacte Sound, der stellenweise etwas an The 69 Eyes erinnert. Die Band, die selbst angibt von Led Zeppelin, Iron Maiden, Kyuss, In Flames und den Doors inspiriert zu sein, ackert sich wie wild durch alle Spektren der Rockmusik, um immer wieder mit neuen, erfrischenden Ideen zu glänzen.

So kommen auf „The Ultimate Truth About Love, Passion And Obsession“ Stilelemente aus Rock, 80’s, Grungerock, Stonerrock und Metal zum Einsatz. Die fünfköpfige Gruppe, in der zwei Brüderpaare spielen, richtet ihre Musik nicht nach dem Mainstream aus, sondern traut sich zu experimentieren. Genau diese Experimente machen die Hannoveraner zu etwas Besonderem. Dass diese ehrlichen, straighten Rocknummern ziehen, konnten Cosmic Tribe schon ausgiebig beweisen. Neben unzähligen Auftritten in Deutschland waren Cosmic Tribe auch schon auf einer Clubtour in den USA zu bewundern. Das ganze Album baut auf Hooklines mit extremem Wiedererkennungswert auf.

Gleich zu Beginn des Silberlings legen sich Cosmic Tribe mit „All I Want“ richtig ins Zeug. Der Song geht direkt geradeaus und peitscht voran. Bemerkenswert sind der coole Gitarrensound und das fein abgestimmte Mixing. Frontmann Olli Busse klingt äußerst vielfältig und muss dazu nicht mal das Revier des Rocksänger für irgendwelche Vocalexperimente verlassen.

Die coole Rocknummer „Coming Down“, die schon sehr stark an Kyuss erinnert, schiebt sich einer Dampfwalze gleich behäbig aber kontinuierlich voran. Ein unaufhaltbares Stück.

Als erste Powerballade des Albums entpuppt sich „Cold As A Stone“. Besonders interessant ist das Gitarrensolo. 3.13 Minuten dauert die Stampfnummer „Love Is“. Ein typisches Lied, zu dem man nachts im Cabrio durch die City rollen kann.

„Sick & Soulless“ gibt dann wieder etwas Gas und wieder überzeugt die Stimmbreite des Vocalakrobaten Olli Busse.

Einen echten Höhepunkt auf „The Ultimate Truth About Love, Passion And Obsession“ markiert „20 Times To Mars“. Hier trifft eine geile Songidee auf einen gut durchdachten (wenn auch von der Story nicht neuen) Text und paart sich dann noch mit einer Hammermelodie. So muss guter Rock klingen.

Richtig hart aus den Boxen hämmert das folgende „On The Radio“. Das Riff knallt wie Hölle. Deutlich verspielter präsentiert sich „Bye Bye Love“. Hier lohnen die schönen Melodiebögen etwas öfter und genauer hinzuhören.

„Thanx!“ basiert fast vollständig auf Rhythmus. Peer Riedel am Bass wertet dieses Stück durch die druckvollen Bassläufe richtig auf. Mit Akustikgitarre und Sololeadgitarre beginnt „Sad Songs“. Dieses Stück könnte durchaus im Radio laufen. Powerballade Nummer zwei.

„Black & White“ ist dann wieder eine der typischen Cosmic Tribe-Nummern: etwas verspielt und unkonventionell, aber trotzdem direkt und druckvoll.

Den Abschluss des Albums macht „Sick & Soulless“ in der Uncut Solo Version. Über den Sinn dieser Wiederholung lässt sich streiten, jedoch ist das lange Solo schon hörenswert.

Cosmic Tribe haben mit „The Ultimate Truth About Love, Passion And Obsession“ wiederholt bewiesen, dass sie in der Lage sind, aufrechte und direkte Rockmusik zu machen, die sich wie ein Wurm ins Gehirn frisst. Hier herrscht Suchtgefahr! Jeder der mit Rockmusik etwas anfangen kann, sollte sich diese Platte anhören. Richtigen harten Heavy Metal sucht man hier allerdings vergeblich. Langweilig wird „The Ultimate Truth About Love, Passion And Obsession“ so schnell nicht, denn auch nach mehrmaligem Anhören entdeckt man immer noch versteckte filigrane Einschübe oder Riffumwandlungen, die das Album interessant halten.

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