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Corvus Corax: Kaltenberg Anno MMVII

Luitpolds Haushofband
Wertung: 99/10
Genre: Mittelalter
Spielzeit: 61:1
Release: 06.07.2007
Label: Pica Music

Berlin, Kaltenberg, Mexico City – Die ganz alltägliche Reiseroute für Spielmänner des 21. Jahrhunderts? Scheinbar ja, denn die frische „Best of“ von den Hauptstädtern Corvus Corax weiß diesen Brückenschlag zu erklären. Zu allererst ist der Albumtitel „Kaltenberg Anno MMVII“ bezeichnend, welcher ins Deutsche übersetzt so viel bedeutet wie „Kaltenberg im Jahre 2007“. In Kaltenberg finden seit Jahrzenten die jährlichen Kaltenberger Ritterturniere statt, seit 1993 sind Corvus Corax ein fester Bestandteil ebenjener, um den Besuchern auch musikalisch das richtige Ambiente zu bieten, und nun, 14 Jahre später, bringen die Könige der Spielleute eine von Luitpold Prinz von Bayern höchstpersönlich geehrte und mit Vorwort veredelte CD heraus, welche das digital festgehaltene Schaffen der Band von 1991 bis 2006 beleuchtet.

Was bietet „Kaltenberg Anno MMVII“? Es lassen sich 13 Songs aus der 15 Alben umfassenden Discografie finden. Schade hierbei, dass Alben wie das kürzlich veröffentlichte „Venus Vina Musica“ mit drei oder „Seikilos“ gleich mit vier Songs bedacht wurden, aber von Perlen wie „Inter deum et diabolum semper musica est“ nur ein Lied der Tracklist hinzugefügt worden ist. Zwei besondere Schmankerl stellen die beiden letzten Tracks dar. Bei „Hymnus Cantica“ handelt es sich um die seit 2003 offizielle Hymne der Kaltenberger Ritterspiele und „Is Nomine Vacans“ ist für den Soundtrack des PC-Rollenspiels Gothic 3 geschrieben worden.

Es lassen sich weder durch die Tonqualität, noch durch die Tanzbarkeit der Stücke selber irgendwelche Zugehörigkeiten ausmachen, was neben der schlauen Songauswahl wohl auch mit dem Remastern der Studioaufnahmen zu tun hat. Die Scheibe fließt glatt und treibend hinunter und eignet sich wunderbar für Einsteiger in die farbenfrohe Welt der Mittelaltermusik und Narrenfreiheit. 61 Minuten feinste Mittelaltermusik ohne irgendwelche Aussetzer werden geboten.

Im Grunde gibt es auch nichts mehr zu sagen. Was erwartet man auch von einer Band, die sich 1989 gegründet hat, durch diverse Alben, elektrisch verstärkte Nebenbands und ein bombastisches Klassik-meets-Mittelalter-Projekt, genannt „Cantus Buranus“, auf sich aufmerksam machte? Corvus Corax sind selbst dem deutschen Otto-Normal-Hörer mittlerweile ein Begriff und auch im Ausland wird die Energie auf der Bühne, welche das Achtergespann immer noch an den Tag legt, geschätzt. Zuletzt wurde die Truppe, welche des Ausstiegs Meister Selbfrieds und seiner Hinwendung zum Management wegen durch Jordon verstärkte worden ist, nach Mexiko eingeladen, wo sie ein fettes Konzert in ungewohnter Atmosphäre spielen durften. Mit etwas abgespecktem Instrumentarium ging es in das mittelamerikanische Land, um dort die Massen zu begeistern. Der Beweis des Gelingens befindet sich in Form von drei Live-Videos auf dem Multimedia-Teil der CD. Nur an Teufels Englisch sollte noch etwas gefeilt werden.

Machen wir es kurz und schmerzlos: Corvus Corax bringen eine äußerst ansprechende Best Of mit etwas eintöniger Songauswahl, aber sehr lobenswerten Boni heraus. Luitpold Prinz von Bayern kann stolz sein, sich ein Fan der Kolkraben zu nennen.

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