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Corrosive Carcass: Composition Of Flesh

Weniger Hall ist manchmal mehr
Wertung: 3.5/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 41:04
Release: 29.06.2012
Label: Abyss Records

Schön, wenn man als Musikfritze den direkten Vergleich hat: Gerade eben schallten noch die Schweden Fetus Stench mit ordentlich Tiefdruck durch die Boxen, jetzt legen die Labelkollegen Corrosive Carcass ebenfalls in der Disziplin Death Metal nach. Auch der klassische Fünfer mit zwei Gitarren, Drums, Bass und Sänger bollert aus Schweden zu uns herüber, hier allerdings geht man deutlich fieser und mit mehr Hall zu Werke als die fötalen Kollegen. Fast ein bisschen Schwarzmetall-Feeling kommt hier auf, was mitunter wie erwähnt daran liegen kann, dass der Gesang von Jonathan Sjöblom mit ordentlich Echo in die Welt hinausgetragen wird.

Die Truppe massakriert bereits seit gut fünf Jahren die Gehörgänge der schwedischen Metalheads, wobei erst vor zwei Jahren das Demo „Rot.In.Pieces“ erschien. Ebenso wie Fetus Stench haben also auch Corrosive Carcass nun ihre erste Langrille draußen, die mit „Composition Of Flesh“ natürlich einen ungemein künstlerischen Titel hat – wobei aber auch das Cover eher nach Black und weniger nach Death Metal ausschaut. Vielleicht wären die Schweden ja gerne Black Metaller und trauen sich nur nicht?! Man munkelt, man munkelt.

Tatsache ist aber, dass die 13 Songs auf „Composition Of Flesh“ teilweise durchaus schwer verdaulich daherkommen. Schon beim Opener kann man sich ungefähr denken, worauf man sich hier eingelassen hat: „The Flesh Is Not Enough“ rattert mit klepperndem Schlagzeug und ordentlich Gekeife (mit viel Hall) durch die Botanik und die Großhirnrinde. Bei Songs wie „Born In A Casket“ werden dann nach merkwürdigem Gelächter und doomig-schleppenden Gitarren zum Glück auch mal kurze Soli eingebaut, sonst befände man sich wahrscheinlich spätestens hier schon im Halbkoma.

Apropos Koma: Die Songs auf „Composition Of Flesh“, so aggressiv sie auch sein mögen, schaffen es irgendwie, größtenteils an einem vorbeizuplätschern. Beim knackig-kurzen „Avatar“ horcht man mal kurz auf, weil hier mal wieder ganz ordentlich drauflos geprügelt wird, dann versinkt man aber auch schon wieder ein bisschen in hektischen Gitarren und Gesangsecho. Selbst solch vielversprechende Titel wie „Hunger“ geben nicht allzu viel her, obwohl der Track noch einer der besseren der Scheibe ist – hier wird wieder das übliche Corrosive-Carcass-Rezept ausgepackt, bestehend aus rasanten Gitarren (immerhin mit recht guten Leads) und hallbelastetem Geschrei, das einem mit der Zeit ordentlich aufs Gemüt fällt.

Mit „The End Of Us All“ haben die Herren dann ganz passend noch mal einen Song ans Albumende gestellt, der mit bald acht Minuten den Laufzeiten-Durchschnitt der Scheibe sprengt. Der Track walzt sich sehr schleppend durch die Boxen, unterbrochen werden die Gitarren immer wieder von den animalischen Schreien des Fronters, was gar nicht mal schlecht zusammenpasst. Im Ganzen gesehen ist der Track letztendlich tatsächlich eines der wenigen Highlights auf der Scheibe.

Fazit: Richtig anfreunden kann man sich mit „Composition Of Flesh“ nicht, denn hier herrscht nicht nur relativ wenig Abwechslung, der Hall auf dem Gesang nervt einen auch über alle Maßen, wenn man die Platte erstmal mehrfach gehört hat.

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