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Coronatus: Porta Obscura

Hinter der "Porta Obscura" verbirgt sich etwas Großes
Wertung: 9/10
Genre: Gothic Metal
Spielzeit: 54:38
Release: 28.11.2008
Label: Massacre Records

Mit der „Porta Obscura“ öffnen Coronatus das zweite große Tor der Bandgeschichte. Nachdem 2007 das „Lux Noctis“ den rechten Weg geleuchtet hatte, folgt man nun dem damals eingeschlagenen Pfad und veröffentlicht knapp ein Jahr später den Nachfolger – erneut mit zwei Sängerinnen.

Nach einem epischen, von Keyboard-Teppichen, Paukenschlägen und weiblichem Gesang getragenen Prolog droht direkt der „Exitus“ – wuchtige Gitarren, donnerndes Drumming und stark an Within Temptation erinnernder Gesang begleiten den Hörer, bis dieser sich in den nächsten Song „Fallen“ lassen kann – „Fallen“ ist eindeutig ein Song zum Zuhören und Welt-Vergessen. Engelsgleicher weiblicher Gesang, zarte Piano-Melodien, verspielte und auch harte E-Gitarren verbunden mit abwechslungsreichen Tempo-Wechseln lassen grade noch genug Raum für gelegentliche Keyboard-Einlagen.

Nach dem Auftritt der „Beauty In Black“, welche besonders durch tolle Riffs und einen einprägsamen Refrain überzeugt, folgt mit „In Your Hands“ eine Piano-Ballade, die besonders durch den zweistimmigen, aber nur weiblichen Gesang interessant wird. Ein weiterer toller Song, der erneut durch ein geniales Zusammenspiel von Keyboard-Streichern, abwechselndem Gesang, Riffs und Drumming besticht, ist „Mein Herz“, welches quasi „Am Kreuz“ hängt, da dieser Song direkt als nächster folgt: Besonders die zweite Hälfte dieses Songs überzeugt durch eine elegant mit Effekten verzerrte Gitarre, während die zweite wuchtig die Rhythmen-Riffs aus den Boxen haut.

Ironischerweise ist „Strahlendster Erster“, der viel Groove und großartige Keyboard-Passagen aufweist, der letzte Song des regulären Albums – es folgen allerdings noch zwei Bonus-Titel, wie zum einen das lateinische Stück „Flos Obscura“ und zum andern der bereits 2002 geschriebene Song „Volles Leben“, der überraschenderweise mit sehr gelungenem männlichem Gesang und großartigen Synthesizer-Spielereien aufwartet, die hier viel dominanter als bei den anderen Songs des Albums sind, sodass man regelrecht den Eindruck bekommt einer anderen Band zu lauschen und schon wieder Lust auf mehr bekommt.

„Porta Obscura“ ist ein tolles Gothic-Metal-Album geworden, das eigentlich nur gute Songs in sich birgt – ob man den zweistimmigen weiblichen Gesang mag, ist jedem selbst überlassen, aber versichern kann ich, dass beide Sängerinnen einen überaus guten Job machen. Auch die deutschen Texte, die im Gothic Metal eher rar geworden sind, bilden ein weiteres Argument, das zum Kauf verleiten sollte – einen Fehlkauf macht man hier ganz bestimmt nicht.

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