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Coram Lethe: ...A Splendid Chaos

Solide, aber austauschbar
Wertung: 6.5/10
Genre: Melodic Death Meal
Spielzeit: 50:26
Release: 09.01.2009
Label: Punishment 18

Mit dem berühmt-berüchtigten dritten Album mit einer neuen Besetzung am Mikro aufzukreuzen kann sich in der doch eher konservativen Metal-Szene als halsbrecherisch herausstellen. Doch Coram Lethe haben den Vorteil, dass sie noch nicht allzu bekannt sind und wohl nur die wenigsten den Vergleich zu den beiden Vorgängeralben haben. Die Veröffentlichung von „The Gates Of Oblivion“ ist immerhin schon vier Jahre her, während das Debüt der Italiener bereits zum Jahrtausendwechsel das Licht der Welt erblickte.

In näherer Vergangenheit war sicherlich die Umbesetzung am Gesangsposten die gravierendste Änderung, die die Band erfuhr. Mit Erica Puddu ist es nun eine Frau, die mit extremen Vocals die Nachfolge von Mirco Borghini antritt. Dementsprechend ist der Gesang 2009 weniger im Death Metal- als viel mehr im gekeiften Black Metal-Bereich einzuordnen. Doch das steht dem Erzeugnis der Italiener gar nicht schlecht.

Musikalisch bewegt sich das neue Album „…A Splendid Chaos“ klar im melodischen Death Metal-Bereich. Wer allerdings nur „Melodic Death Metal“ und „extreme weibliche Vocals“ hört und sofort an Arch Enemy denkt, liegt musikalisch daneben. Viel mehr scheint die Band von Kapellen der Marke Death (in späteren Phasen) beeinflusst worden zu sein, wenn Coram Lethe auch generell melodischer und progressiver ans Werk gehen. Black Metal-Feeling bereitet höchstens der Gesang sowie das seltene Vorkommen von schwarzmetallischen Elementen wie beispielsweise die klirrende Lead-Melodie in „The Gift In Providence“ oder einige besonders schnelle Passagen.

Dem Album liegt eine recht düstere Atmosphäre zu Grunde, die nicht nur in den instrumentalen Zwischenspielen, sondern auch in den regulären Nummern in Form von charakteristischen Harmonien zum Vorschein kommt. Auch technisch liefern Coram Lethe keinen Grund zur Klage: Die Musiker wissen, wie mit ihren Instrumenten umzugehen ist. Progressive Passagen tauchen immer wieder auf, beispielsweise im Opener und gleichzeitig stärkstem Song des Albums „Condamned To Darkness“. Sängerin Erica Puddu ist hörbar darum bemüht, ihrer Stimme Facetten hinzuzufügen: In „The Gift In Providence“ etwa variiert ihre Stimmlage, was den ansonsten sowieso schon starken Song deutlich bereichert.

Doch so solide der Eindruck, den Coram Lethe machen, und so druckvoll die Produktion des Albums auch ist, so sehr fehlen im Laufe der CD auch die Höhepunkte, an die man sich zurückerinnert. „…A Splendid Chaos“ liefert jede Menge schön anzuhörende Riffs,  interessante Melodien und starke Soli. Die Durchschnittsmarke lassen aber trotz überzeugender musikalischer Leistungen nur wenige Tracks hinter sich.

Coram Lethe lassen immer dann aufhorchen, wenn progressive Einsprengsel zu entdecken sind und besondere Elemente wie die erwähnten Lead-Melodien auftauchen – der Rest pendelt sich ohne besondere Momente irgendwo im Durchschnitt ein. Das Potential ist durchaus vorhanden, doch fehlt dem Songwriting noch eine Prise Eingängigkeit, um im Melodic Death Metal-Sektor durchschlagen zu können.

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