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Confession: Cancer

Allerlei Prominenz, aber auch alleine gut
Wertung: 7/10
Genre: Metalcore
Spielzeit: 37:20
Release: 09.10.2009
Label: Resist Records

Was ist eigentlich aus den Australiern I Killed The Prom Queen geworden? JJ Peters, ehemaliger Schlagzeuger der Metalcore-Band, versucht zur Zeit sein Glück mit diversen Rap-Projekten (Deez Nuts, Grips & Tonic), Ex-Gitarrist Jona Weinhofen ersetzt aktuell den im März 2009 bei Bring Me The Horizon ausgetretenen Gitarristen Curtis Ward, Kevin Cameron haut bei In Trenches in die Saiten und der Frontmann Michael Crafter brüllt sich nun bei Confession die Seele aus dem Leib.

Musikalisch ist Confession wie schon I Killed The Prom Queen im Metalcore einzuordnen und erinnert vom Sound stark an amerikanische Kollegen wie For The Fallen Dreams. Die meisten Songs sind von melodischen Riffs mit tragenden Passagen, die mit einschlagenden Stakkato-Rhythmen begleitet und den grollenden Shouts Michaels dominiert werden, allerdings gibt es auch einige Songs mit klarem Gesang auf dem Album – so kann man bei dem Track „Must've Cut His Heart Out“ cleanen Gesang mit einer feinen Melodie vernehmen, die auch recht gut in den Song passt. Leider klingen die Vocals jedoch ein Stück zu sehr danach mit dem Computer noch nachbearbeitet worden zu sein. Im Gegensatz dazu kommt der klare Gesang beim sechsten Stück „That’s Not The Goose“, bei dem der alte Freund und Kollege JJ Peters mit Hand anlegen durfte, gleich viel authentischer rüber, außerdem wird der Song durch eine Art gerufene Bridge gleich viel interessanter.

Doch das war nicht alles an Gast-Prominenz auf dem Album, so konnte auch der Frontmann der australischen Metalcore-Vorzeige-Mannen Parkway Drive, Winston McCall, für einen Gastauftritt gewonnen werden, den man bei dem Song „The Bitch Is Born To Run“ vernehmen kann. Trotz zweier australischer Sänger erinnert gerade dieser Song wieder starke an den amerikanischen Metalcore, so klingen die Vocals und die so groovenden Gitarren überraschend stark nach Misery Signals. Hatten Confession auf ihrem 2008er-Debüt-Album noch gar keinen Clean-Gesang angewandt, überrascht der Song „Cundalini Wants His Hand Back!“ erneut mit klarem Gesang, der erneut schön melodisch ist, jedoch nicht an den klaren Gesang von Ahren Stringer – Bassist und Sänger bei The Amity Affliction aus Australien – in dem vorletzten Song „Chewed Up And Spat Out“ herankommt.

Zum Abschluss liefern die Jungs von Confession noch mal einen Song, in dem sie sich wie schon bei „Send A Meat Truck“ oder „Anarchy Road“ auf ihre alten Stärken zurückbesinnen; „People Don't Believe in Heroes Anymore“ überzeugt durch harmonische und melodisch-tragende Riffs, die jedoch aufgrund der Breakdown-lastigen Rhythmus-Gitarre und der antreibende, brutalen Vocals einen enormen Bewegungsdrang verursachen.

„Cancer“ ist eindeutig etwas softer geworden als sein Vorgänger, gerade auch durch den vermehrten Einsatz klarer Vocals – generell ist es immer positiv zu bewerten, wenn Bands sich weiterentwickeln und schlecht klingen die Hooklines ebenfalls nicht; allerdings spürt man dennoch irgendwo, dass damit noch nicht das letzte Wort gesprochen ist. An dem klaren Gesang – wenn er auch nicht schlecht ist – sollte trotzdem noch etwas gearbeitet werden, ansonsten besticht das Album erneut durch atmosphärische und aggressive Stücke, die Fans des alten Materials ohne Frage zufrieden stellen sollten.

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