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Confess: Jail

Nicht schlecht, aber auch nicht ganz überzeugend
Wertung: 7,5/10
Genre: Hard Rock, Sleaze, Heavy Metal
Spielzeit: 53:46
Release: 04.04.2014
Label: SG Records

Die Schweden sind voll im Sleaze- und Hair-Metal-Fieber. Seit Jahren kommt aus dem skandinavischen Land eine geile Scheibe dieser Machart nach der anderen. Auch die Stockholmer Confess bringen nun schon ihr zweites Album auf den Markt. Das erste Werk wurde hier in Deutschland weitgehend nicht beachtet, aber bei der zweiten Platte könnte sich das ändern. Erstens konnte man sich inzwischen eine solide Fanbase erspielen und zweitens wird die neue Platte wesentlich besser promoted.

Das abgelieferte Material ist grundsolide und klingt genau so, wie man es erwarten würde, wenn man die CD in die Hand nimmt und das Cover betrachtet. Hier ist auch schon gleich die Crux an der Sache. Die Songs sind zwar allesamt ansprechend und können mitreißen. Vor allem „Scream“ und „Bloodstained Highway“ gehen schnell ins Ohr. Aber gerade diese schnell begeisternden Stücke verlieren auch schnell an Attraktivität, weil nur wenig Unerwartetes zu Tage kommt. Gerade witzig ist da die abschließende Tina Turner-Coverversion von „What’s Love Got To Do With It“. Hier klingen die Schwedenrocker ironischerweise das erste Mal auf der ganzen Scheibe richtig eigenständig. Das ist nämlich tatsächlich das große Problem: Technisch und auch künstlerisch darf man der Truppe keinerlei Vorwürfe machen, aber ihren eigenen Weg haben die Schweden noch nicht gefunden. Das ist umso verwunderlicher, da es in Sverige ja so viele Hair-, Glam- und Sleeze-Bands gibt und viele davon genau das gleiche Problem haben. Man kann die ganzen Mannschaften ja praktisch kaum voneinander separieren. Hier müssen Confess eindeutig einen Gang höher schalten. Ansonsten laufen sie immer unter „klingt wie“ und das kann ja nicht der Sinn einer Band sein, die von Beginn an auf eigene Songs gesetzt hat.

Ein paar Glanzmomente gibt es natürlich dennoch. „Scream“ ist ein ganz ordentlicher Party-Rocker mit Mitgrölpotential geworden und „Back To Hell“ steht dem auch in nichts nach. Zusätzlich bietet der Höllentrip ein richtig gelungenes Gitarrensolo. Hier kann sich auch Sänger John Elliot, der durchgehend mit einer tollen (aber eben auch wenig markanten) Stimme arbeitet, richtig in Szene setzen.

Es ist echt schwer, ein Urteil zu fällen. Bewertet man Talent und Können hoch, dann muss die Band eine Acht bis 8,5 für die Platte erhalten. Nimmt man aber Ideenreichtum und Originalität als wichtigste Faktoren, dann ist das Ergebnis sechs bis sieben. Deswegen wird es eine solide 7,5. Für Genrefreunde ist die Platte ja auf jeden Fall empfehlenswert und bei der einen oder anderen Party kann man zu den Rhythmen der Schweden durchaus das Tanzbein schwingen. Interessiert darf man schon auf die nächste Platte der Band schielen, denn dann wird sich herausstellen, ob die Alleinstellungsmerkmale ausgebaut wurden, oder man lieber weiter im Einheitsbrei mitschwimmt.

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