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Concrete Sun: Sky Is High

Hoch am serbischen Himmel groovt die Betonsonne
Wertung: 7.5/10
Genre: Stoner Rock/Southern Rock/Grunge/Metal
Spielzeit: 41:44
Release: 03.10.2011
Label: Eigenproduktion

Daran, dass sich Musikgenres längst nicht mehr auf geografische Regionen beziehen lassen, hat man sich ja mittlerweile gewöhnt. Göteborg'scher Death Metal kommt so auch schon mal aus Kalifornien und Southern Rock darf – wie Concrete Sun beweisen – auch gerne aus Serbien ertönen. Die Genrebezeichnung ist allerdings auch eher grober Konsens, denn streng genommen wirft das Quintett so ziemlich alles in einen Topf, was fette Gitarren und Riffs aufzubieten hat: Stoner Rock, Groove Metal, Sludge, Grunge und eine Prise Blues sind die Zutaten, aus denen die fünf Jungs von der Betonsonne köcheln, was sie selbst als „Southern Sludge'n'Grunge“ bezeichnen.

Enstprechend fackeln Concrete Sun auch nicht lange, sondern legen auf ihrem Debüt „Sky Is High“ ohne Intro oder Ähnliches direkt mit den ersten dicken Riffs los: Der Opener „Just A Beginning“ hat einen deutlichen metallischen Einschlag und geht vom Feeling und Sound her stark in Richtung Down. Gesanglich geht's ebenfalls angenehm rau zur Sache; hin und wieder mit einem vokalknödelnden Augenzwinkern Richtung James Hetfield oder auch Layne Staley. Gelegentlich (z.B. bei „Euphoria“) greift Sänger Cerovina Strahinja allerdings auch gern mal zu härteren Ausdrucksformen oder lässt, wie im bluesigen „Last Man Under The Sun“, sanftere Töne erklingen.

Die bleiben allerdings auf „Sky Is High“ in Gesang und Instrumentalfraktion die Ausnahme. Die meiste Zeit geht es ordentlich drückend zur Sache; mal mit eher Stoner-lastigen Klängen, mal mit metallischem Pantera-Riffing wie in „Junkyard Dog“. Erlaubt ist, was groovt – und den Groove kann man Concrete Sun definitiv nicht absprechen: „God Forsaken Prostitute“ walzt wie ein Bulldozer aus tiefgestimmten Gitarren durch die Botanik und bleibt nur für einen leicht psychedelisierten Zwischenteil kurz stehen. Der Titeltrack hingegen stampft eher voran – bricht sich aber in ähnlicher Weise eine breite Bahn. Lediglich der „Ruff Song“ setzt weniger auf brachiale Riffgewalt. Hier haben Concrete Sun aber als Ausgleich einen astreinen Shuffle-Rhythmus, jaulende Gitarrensoli und eine ordentliche Hookline am Start. Wer bisher ein bisschen das „Southern“ im Rock der Serben vermisst hat – hier wird er fündig.

Ausgerechnet der letzte Song „Hide Behind“ gerät dann leider etwas zahnlos und unentschlossen: Zu viele Parts, die zu wenig zueinander passen, zu wenig Wiedererkennungswert, kein echter roter Faden. An der Tatsache, dass „Sky Is High“ ein gefundenes Fressen für alle Riffrocker ist, ändert das aber auch nicht mehr viel. Concrete Sun liefern ein (nicht nur für eine Eigenproduktion) erfreulich druckvolles und spaßiges Debüt ab und sichern sich damit einen Platz auf der Liste der ungesignten Bands, die man mal im Auge behalten sollte – wer weiß, was da als Nächstes kommt.

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