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ConcEptoR: FouR FinGerS

Deutliche Steigerung gegenüber dem Debüt
Wertung: 7,5/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 16:19
Release: 16.03.2013
Label: Eigenregie

Diese Review kann nicht beginnen, ohne auf die durchaus kreativen Auseinandersetzungen zwischen ConcEptoRs Frontmann Hoschi und dem Verfasser dieser Zeilen hinzuweisen – es ist ja bekanntlich nicht immer einfach, wenn verschiedene Meinungen massiv aufeinanderprallen. In den letzten Wochen und Monaten haben die Oberhausener Thrasher zumindest auf dem Livesektor einen großen Schritt nach vorn gemacht – nicht was die Präsenz, sondern die Umsetzung ihres Liedgutes auf der Bühne betrifft. Natürlich gehört sicherlich der für Hoschi emotionale Wechsel am Bass dazu, denn sein Vater hat den Platz für den wesentlich jüngeren und deutlich dynamischeren Andy freigemacht.

Vor fast einem Jahr hatten ConcEptoR ja schon mit ihrer ersten 3-Track-EP „Deconception“ vorgelegt und sich satt im Thrash-Niemandsland verfahren, wobei sie durchaus einige gute Ansätze aufwiesen, die Umsetzung aber unterm Strich wenig gelungen war. Mit der neuen EP wollen sie nun also erneut einen Angriff auf die Thrasherherzen wagen, wobei schon beim ersten Durchlauf auffällt, dass sie sich auch beim Songwriting Gedanken gemacht haben und auf reichlich Abwechslung setzen, sich aber im Midtempo-Bereich sehr wohl fühlen, und das bei druckvollem Sound.

Der Opener „MarY” (und ja, die Schreibweise der Titel gehört zur konzeptionellen Ausstattung) (Wahnsinns-Konzept auch...; Anm. d. Red.) überfällt gleich mit fetter Riffpower und stimmigen Übergängen bei den Tempowechseln – Doublebass mit Geschredder trifft auf groovende Power, dazu dann auch ein sehr gefühlvolles Gitarrensolo. Bei „WeeKenD WolF” gehen sie es dann zuerst deutlich getragener an, lassen aber zwischendurch die Schwarte ordentlich krachen, setzen auch hier vermehrt auf die im Midtempo gehaltene Gitarrenarbeit, wodurch schon das gegenüber der Debüt-EP abwechslungsreichere Gitarren- und Schlagzeugspiel sich positiv ins Ohr einnistet. Auch mit den beiden anschließenden Tracks „DestiNatioN: NighTmarE” und dem Titelsong „FouR FinGerS” hauen sie wie zu Beginn der EP in die gleiche abwechslungsreiche Kerbe, wobei ersterer deutlich aggressiver aus den Puschen startet, der Titelsong sich dafür erst ein wenig mehr Zeit lässt.

Textlich nehmen sie wie auch schon live propagiert kein Blatt vor den Mund und sprechen heikle Themen wie Vertrauen und mit dem Leben bezahlen („MarY“) oder dem orwellschen Alptraum („FouR FinGerS“), dass nicht immer alles das zu sein scheint, was die Logik vorgibt, an, wobei Frontmann Hoschi den melodischen Gesang verabschiedet hat und sich mehr wie ein vertonter Knarrenheinz anhört. Der leicht kreischende Gesang kommt deutlich besser rüber als noch auf der ersten EP, allerdings schafft es Hoschi nicht, die Livestimmung eines Konzertes auch auf den Silberling zu übertragen. Geschmacksache ist natürlich auch, dass die teutonische Abstammung beim Gesang nicht verleugnet werden kann.

Mit „FouR FinGerS“ gehen ConcEptoR eindeutig einen Schritt weiter nach vorn, die Ideen wirken ausgefeilter als noch auf der Debüt-EP, die Übergänge bei den Tempowechseln wirken flüssiger und auch der Sound knallt einfach mehr – und trotzdem: Während die Instrumentalabteilung einen großen Schritt gemacht hat und Hoschi ganz sicher gut beraten damit ist, nicht wieder in cleane Vocals zu verfallen, so wäre ein bisschen mehr Abwechslung gerade beim Gesang wünschenswert. Und auch auf die Gefahr hin, dass es ihm natürlich nicht gefallen wird, obsiegt der Eindruck, dass er immer an der oberen gesanglichen Leistungsgrenze kratzt und keine Reserven mehr vorhanden sind – live funktioniert das übrigens deutlich besser. Den großen Wurf landen ConcEptoR damit nicht, positionieren sich aber mit „FouR FinGerS“ im oberen Mittelfeld.

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