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ConcEptoR: Deconception

Als erstes Lebenszeichen noch ausbaufähig
Wertung: 6/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 13:31
Release: 21.04.2012
Label: Eigenproduktion

Ist schon einige Zeit her, dass Hoschi, seines Zeichens Organisator des Exile Festivals, davon sprach, dass er nun eine Band mitgegründet habe und er sich dort als Frontmann zur Verfügung stelle. ConcEptoR haben sie das Projekt getauft und haben damit doch auch etwas Geschick bei der Namensfindung bewiesen, gab es bisher nur eine mit lediglich einem Demo völlig unbekannte Truppe gleichen Namens – nur anderer Schreibweise – Anfang der Neunziger in Norwegen.

Knapp ein halbes Jahr haben die Oberhausener gebraucht, um die vorliegende 3-Track-Demo-CD „Deconception“ einzutüten, die nun für 4 Euro zuzüglich Versand über die Ladentheke wandert. Das komplette ConcEptoR-Quintett besteht aus dem Sänger Hoschi, den beiden Gitarristen André und Mic, dem Bassisten Nobbi sowie dem Schlagzeuger Sebi. Musikalisch haben sie einige Vorerfahrungen in anderen Bands sammeln können, ins Rampenlicht haben sie es allerdings allemal lokal geschafft.

Das beiliegende Promoschreiben verwirrt allerdings ein wenig: Da ist von True Metal die Rede, Modern Metal bis Grindcore und Classic-Rock-Einflüssen – diese Mischung hört sich entweder sensationell spannend an oder die Band weiß nicht, was sie will und nimmt von allem etwas in der Hoffnung, originell zu sein. Die Grundausrüstung haben sie eindeutig dem Thrash Metal entnommen, wobei sie nur selten das Gaspedal ein wenig mehr malträtieren, sondern eher im Midtempo durch den Pott scheppern – in letzter Zeit sind sie des öfteren live unterwegs und scheinen dieser Aufgabe den Ohrenzeugen gemäß gewachsen zu sein.

Hier geht es allerdings um die Debüt-EP und die hat nach mehreren Durchläufen erkennbare Stärken, aber auch Schwächen – beides hält sich auf „Deconception“ die Waage. Ihre Stärken spielen sie eindeutig bei „Fight On“ aus, wo sie sich deutlich heftiger dem Thrash Metal zuwenden als bei den beiden anderen Tracks, vor allem kann Hoschi mit zahlreichen aggressiven Shouts punkten, während er bei den gesungenen Parts bei „Decisions“ und „For The Crew“ viel zu viele Federn lassen und man ihm Amateur-Status bescheinigen muss. Einziger Haken bei „Fight On“ ist das einfach viel zu platt eingestreute „Fight, Fight“, welches zu sehr auf die Powerfäuste abgestimmt ist und fast wie ein Fremdkörper wirkt – live kann das durchaus noch abgehen, auf der EP hinterbleibt ein fader Beigeschmack.

Schon der Opener und Midtempostampfer „Decisons“ glänzt durch interessante Gitarrenarbeit, lediglich das Schlagzeug ist sehr eindimensional und lockt nun wirklich niemanden hinter dem Ofen hervor – das kann man aber auch für alle drei Tracks stehen lassen, womit hier noch der größte Handlungsbedarf besteht. Auch wenn ConcEptoR hier textlich dem Strategiespiel StarCraft huldigen, könnte man zu Zeiten von sportlichen Großveranstaltungen auch an den olympischen Gedanken erinnert werden – „go for gold“ quasi.

Der Rausschmeißer „For The Crew“ reiht sich wieder im Midtempo ein, auch hier ist die Schlagzeugarbeit zu wenig variabel und auch Frontmann Hoschi schafft es nicht, den gesanglichen Spannungsbogen aufrecht zu erhalten und mit der guten Riffarbeit Schritt zu halten.

Irgendwie schade, dass ConcEptoR nicht mehr aus der Demo herausgepresst haben, denn so mancher Ansatz klingt nicht verkehrt, wird aber durch die abwechslungslose Schlagzeugarbeit und auch dem Gesang Hoschis wieder zurückgeworfen. Lichtblick ist das Mittelstück „Fight On“, welches die Band in deutlich aggressiverem Licht leuchten lässt – mal abwarten, wie sie sich in Zukunft orientieren, mit „Deconception“ bleibt man allenfalls im Mittelfeld stecken, wo das Gedränge heutzutage schon einfach zu unübersichtlich ist. Wer neugierig geworden ist und eine Band aus dem Pott fernab von Liveshows auch so unterstützen will, wende sich vertrauensvoll an contact@conceptor-metal.de.

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„Weil wir einfach wissen, dass wir als Band nur funktionieren, wenn wir uns nicht verbiegen“