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Concept Of Time: A New State Of Thought

Ein sehr gelungener zweiter Output der Schotten
Wertung: 8/10
Genre: Progressive Metal
Spielzeit: 22:05
Release: 06.07.2009
Label: Eigenproduktion

Neues Prog Metal-Futter aus Schottland legen uns Concept Of Time vor. Nach dem Debüt „Suffer In Silence“ folgt nun mit „A New State Of Thought” der zweite Streich des schottischen Quartetts. Erneut in Eigenproduktion kreiert, darf man gespannt sein, wie sich die Band weiter entwickelt hat.

Die Schotten geizen nun wirklich nicht mit Melodien oder hochwertiger Instrumentierung. Nein, sie zelebrieren eine teilweise etwas bombastisch wirkende Melange aus düsterem Melodic Metal mit immer wieder recht dominant auftretenen Progressive-Einflüssen. Irgendwo eine Symbiose aus Dream Theater, Kamelot und einem etwas Blind Guardian-artigen Gesang.

Eröffnet wird die EP mit dem Instrumental „Open Your Eyes“. Gerade die Keyboards von Backgroundsänger Scott McLean bringen hier sehr viel Bombast in den Song. Teilweise hat man das Gefühl, den Sound eines großes Kinoepos zu hören.
„A New State Of Thought“ beginnt trotz genügend Melodie recht energetisch. Kräftig treibt die Instrumentierung den Song voran. Diverse Themenwechsel sorgen für die proggige Ausrichtung, ohne den Hörer dabei allzu sehr zur Konzentration zu drängen. Nein, die Band schafft es, das Ganze trotz des nicht einfachen Songwritings durchaus mehr zu unterhalten als geistig fest an die Rhythmuskette zu fesseln. Der Schädel schwingt auch gerne vor und zurück. Guter Song, der allerdings einen deutlich markanteren Refrain verdient hätte. Das Ende wirkt ein wenig lang gezogen.

Zu allem Überfluss geht der Song dann auch nahtlos in „Nothing More Than A Memory“ über. Gerade durch die etwas proggigere Ausrichtung fällt dem Hörer nicht unbedingt auf, dass hier schon der nächste Song im Gange ist. Aber das ist ja eigentlich auch nicht schlimm. Irgendwie scheint dieses dann deutlich ruhigere Stück dann mehr die Ballade der EP zu sein, auch wenn man in diesem Genre mit den diversen Melodiewechseln nur schwerlich von einer reinrassigen Ballade sprechen kann. „Absolut gelungen“ kann ich da nur konstatieren. 

„Eternal Sleep“ beginnt auch wieder ohne Pause zum vorherigen Stück, durch den aber deutlicheren Schnitt fällt der Titelwechsel aber eher auf. Neben der guten Leistung von Keyboarder Scott McLean fällt besonders das starke Drumming von Phillip Morrison auf, auch wenn ich mir einen etwas druckvolleren Sound, gerade seitens der Bassdrum gewünscht hätte. Speziell in der perfekten Zusammenarbeit mit Bassist Andy Marshall denke ich, dass dies live noch für deutlich mehr Freude sorgen kann.

Ein letztes Mal darf dann Gitarrist und Sänger Tom Perrett seine Stimme bei „Embrace The Lie (Apocalypse)“ auf dieser zweiten Demo erklingen lassen. Die schön raue Stimme birgt einen gewissen Kontrast zu den teilweise sehr melodischen Parts. Insgesamt hat man es bei diesem Stück geschafft, noch einmal alle Attribute, welche Concept Of Time ausmachen, in den Song zu stecken. Ein wirklich guter Abschluss, der Lust auf mehr macht.

Fazit: Ein sehr gelungener zweiter Output der Schotten. Ob in dem nicht gerade spärlich besetzten Genre aber damit der Durchbruch gelingen wird, ist eher fraglich, auch wenn man sich sicherlich bei den besseren Bands einreihen kann. Daumen hoch.


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