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Communic: Payment Of Existence

Das Niveau bleibt hoch
Wertung: 8.5/10
Genre: Power, Progressive Metal
Spielzeit: 63:1
Release: 30.05.2008
Label: Nuclear Blast

Mit den beiden vorzüglichen Alben „Conspiracy In Mind“ (2005) und „Waves Of Visual Decay“ (2006), die beide überall ausschließlich gute Kritiken bekamen, stellte das norwegische Trio bereits sein Können unter Beweis. Mit ihrer Mischung aus Power, Heavy und Progressive Metal und einem völlig eigenständigen Sound ist die Band einfach unverkennbar und hat sich schnell einen Namen gemacht.

Warum also sollte man nach dem Erfolg der zwei ersten Alben großartig etwas verändern? Das dritte Werk „Payment Of Existence“ knüpft nahtlos an die beiden Vorgänger an. Weiterhin schafft man den Spagat zwischen eingängigen Gesangspassagen und komplexeren, progressiv angehauchten Parts, beeindruckt durch mächtige Gitarrenriffs, wie die Main-Riffs des Openers „On Ancient Ground“ oder „The Abandoned One“ beweisen und sorgt auf der anderen Seite durch nachvollziehbare Tempovariationen, eingestreute Akustikgitarren und wunderschöne Harmony-Lead-Gitarren für die nötige Abwechslung.

Eine leichte Veränderung hat man aber dennoch vorgenommen; ein Hauch von Melancholie lag ja immer mal gerne über den Stücken von Communic wie frühere Glanztaten wie „They Feed On Our Fear“ oder „Watching It All Disappear“ aufzeigen, auf „Payment Of Existence“ wirkt das Ganze aber teilweise auch etwas düsterer, wie man anhand des Riffings beispielsweise von „Becoming Of Man“ und den dezent im Hintergrund agierenden, sporadisch auftauchenden Chorstimmen und Düster-Keyboardsounds hören kann.

Das größte Plus von Communic ist und bleibt das exzellente Songwriting. Unglaublich, wie diese Band es schafft, trotz der Länge der Stücke niemals den roten Faden zu verlieren oder gar zu langweilen. Die Songs sind stets flüssig und durchdacht arrangiert, Ausfälle sucht man genau wie auf den Vorgängern vergeblich. Der Opener ist wie immer ganz stark und gut gewählt, da hier einer der eingängigsten Refrains der gesamten Platte am Start ist, der gleich Lust auf mehr macht, doch auch alles danach kann sich wahrlich hören lassen: Ob es die erwähnten „The Abandoned One“, „Becoming Of Man“ oder der Titeltrack sind; das mit knapp sechs Minuten am kürzesten geratene und mit Keyboards angereicherte „Through The Labyrinth Of Years“; das epische „Raven’s Cry“; das zumeist ziemlich flotte und mit einem exzellenten Chorus ausgestattete „Unpredictables Of Life“ oder die mit neun Minuten am längsten geratene finale Nummer „Stone Carved Eyes“ (auch wenn mich das Speed-metallische Riffing am Anfang sehr stark an „The Ravages Of Time“ von Threshold erinnert, aber sei’s drum) – erneut gibt es hier keinen schwachen Track.

Communic haben wieder alles richtig gemacht; sie haben im Vergleich zu den Vorgängern nur wenige neue Elemente hinzugefügt, die der Band allerdings noch mehr Eigenständigkeit bescheren. Die Norweger untermauern mit der dritten starken Scheibe in Folge ihre Ausnahmestellung in der Szene und sollten einige neue Fans hinzugewinnen. Diese Band verdient deutlich mehr Aufmerksamkeit – drei Alben ohne Ausfälle, das macht ihnen so schnell keiner nach. Ob „Payment Of Existence“ besser oder schlechter als „Conspiracy In Mind“ oder „Waves Of Visual Decay“ ist, wage ich nicht zu beurteilen, auf jeden Fall bleibt das Niveau erfreulicherweise konstant hoch.

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