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Common Enemy: As The World Burns

Wahrscheinlich nur etwas für Fans des Genres
Wertung: 5.5/10
Genre: Hardcore Punk
Spielzeit: 24:17
Release: 12.06.2012
Label: Horror Business Records/Overdose On Records

Die Hardcore-Punk-Thrasher Common Enemy mag es zwar erst seit 1998 als Band geben, die Truppe aus Pennsylvania klingt aber, als wäre sie schon mindestens zehn Jahre älter. Rotzig, dreckig, wild, das sind die Attribute, die die neue und mittlerweile bereits fünfte Full-Length-Scheibe "As The World Burns" ganz gut beschreiben. Irgendwo zwischen Hinterhof-Romantik, Skateparks und verranzten Clubs mit verschwitztem und blutendem Publikum suchen sich die Amis ihre ganze eigene Nische, die zwar ordentlich auf den Gehörnerv drücken kann, wenn man die Platte mal ein paar Stunden auf Dauerrotation laufen gelassen hat, aber trotzdem irgendwie ein Grinsen ins schmutzverklebte Gesichtchen zaubert.

Mit 14 Songs plus zwei Bonustracks auf nicht einmal 25 Minuten Spielzeit spielen die Jungs um Sänger Gary natürlich nicht lange um den heißen Brei herum und auch Verschnaufpausen kann man mit der Lupe suchen. Pädagogisch wertvolle Songs wie das rasend schnelle "All I Want For Christmas Is A Bag Of Weed" setzen dem Ganzen die Krone auf.

Nach den Alben "Outsiders", "Late Night Skate", "T.U.I. (Thrashing Under The Influence)" und "Living The Dream?" haben sich die Amerikaner jetzt, wie es scheint, endgültig auf Horror Business Records respektive Overdose On Records eingeschossen, erschien doch nur das Debüt auf einem anderen Plattenlabel. Das ist eigentlich auch ganz schön, wenn sich eine Band und eine Plattenfirma mal eine längere Zusammenarbeit gönnen, als dass jedes Album wieder woanders veröffentlicht wird.

An und für sich kann man sich auf "As The World Burns" relativ wenige Anspieltipps rauspicken, was daran liegt, dass a) die Lieder alle recht kurz sind und nahtlos ineinander übergehen und b) alles in so ziemlich demselben rotzigen Timbre daherkommt. Der Opener "Thrown Away" legt die Latte für rasante Punkriffs und speichelproduzierenden Gesang da schon recht hoch, interessant sind hier auch die eingeflochtenen kurzen Metalriffs. Mit dem Einstieg stehen die Jungs schon eher auf der Habenseite.

Da ist man mal einen kurzen Moment abgelenkt und schon sind fünf Songs übersprungen - diese kurzen Liedchen sind aber auch flink. Also wird wieder zurückgeskippt und sich beim knapp einminütigen "Where's It At?" eingependelt, bei dem Gary nicht nur wahnsinnig schnell singt, sondern auch noch richtig schön hysterisch ins Mikro kreischt. "March Them Off To War (This Is Business)" stellt mit zwei Minuten und 37 Sekunden Laufzeit tatsächlich den längsten TItel der ganzen Platte dar, kommt mit kriegerisch anmutenden Riffs daher und mündet dann in ebenso aufgebrachtem Geschrei des Fronters.

Gegen Ende wird man des Schreiens etwas müde. Da bietet das zehnsekündige "xThe Ballad Of Brucex" nicht einmal eine kurze Abwechslung, denn auch hier bekommt man die hektischen Vocals, wenn auch in gestutzter Form, um die Ohren gehauen. Kopfschmerzen sind bei "As The World Burns" also inklusive, dennoch beeindruckt einen die Scheibe schon allein durch das konstant aufrecht gehaltene Level an Angepisstheit. Für Fans von Hardcore Punk der früheren Stunde sind Common Enemy sicherlich ein gutes Aggressionsventil; Menschen, die sich ein wenig Melodie erhoffen, dürften hier weinend zusammenbrechen.

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