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Combichrist: Today We Are All Demons

Der Combichrist erfüllt die Wünsche seiner Jünger
Wertung: 8.5/10
Genre: Aggrotech
Spielzeit: 135:30
Release: 25.01.2009
Label: Out Of Line

Der Combichrist wandelt wieder auf Erden, dieses Mal jedoch in Gestalt eines Dämons, denn so lautet das Motto des neuesten Albums: „Today We Are All Demons“ - passend zur aktuellen „Demons On Tour“-Konzertreise.

An das Intro „No Afterparty“ anschließend beginnt der erste Song „All Pain Is Gone“ mit einer groovenden Bassline, stampfenden Beats und treibenden Synthsequenzen, die Combichrist endgültig aus dem Rythm 'n' Noise-Bereich entschwinden lassen, hinein in eine technoidere Schiene wie Aggrotech und Co. Besagter Song besticht insbesondere durch seine enorme Vielschichtigkeit, zu der leider erst zum Ende des Songs auch noch extrem gute, tragende Flächenklänge zählen, die man auch während des ganzen Songs hätte verwenden können.

Bei „I Want Your Blood“ geht man deutlich härter zu Werke: Der Beat ist direkter, die Synth-Sequenzen aggressiver, die Atmosphäre, passend zum Text, bedrohlicher. Die Stimme wurde auf viele verschiedene Arten und Weisen verwendet, selbstverständlich kommen die gewohnten Shouts von Mr. LaPlegua zum Einsatz, dazu seine harsh, sowie vielfältig mit einem Vocoder verzerrten Vocals. Bei „Spit (Happy Pig Whore)“ verzichtete Mastermind Andy komplett auf seine eigene Vocals und verwendete ausschließlich Samples einer weiblichen Stimme, was zwar – auch im ganzen Genre – lange nichts Neues ist, aber dennoch eine schöne Abwechslung ins Album bringt.

„A New Form Of Silence“ kommt ebenfalls ohne Shouts aus und setzt im Gegensatz dazu auf stark mit Echo- und Hall-Effekten verzerrte, nahezu geflüsterte Vocals, in Kombination mit einigen, aus der Anfangszeit des Projektes verbliebenen, Noise-Elementen. Bei „Scarred“ scheint man regelrecht einen Gesang zu vernehmen, auf jeden Fall liegt eine Melodie in der Stimme, sowie in den übrigen Klängen des Songs, so dass dieser Track auch ohne Probleme ein Song von Panzer AG sein könnte, einem weiteren Sideprojekt Andy LaPleguas. In diese Kategorie reiht sich auch der Titelsong der CD ein, „Today We Are All Demons“ beginnt überraschenderweise mit Pianoklängen, welche bald von Drum- und direkten Synthsequenzen begleitet werden, bis dann der Gesang einsetzt. Insgesamt baut sich der Song sehr schön auf. Anfangs und während der Verse recht minimal gehalten, geht man als Hörer am Ende des Songs regelrecht in einer Flut aus Klängen unter.

Zu dem Album gehört noch eine Bonus-CD mit ganzen acht weiteren, neuen – instrumentellen – Songs, darunter das tanzbare „Tranquilized“, bei dem geschickt mit verschiedenen Samples gespielt wird, das sehr minimale „Avenge“ oder auch der Noise-lastige Song „Till Death Do Us Party“. In Kontrast dazu steht „Machine Love“, eher ein Ambient-Song, gefolgt von dem stampfenden Track „Caliber:Death“, an den sich wiederum das minimale Ambient-Stück „Gore Baby, Gore“ anschließt, welches im Laufe des Songs noch einen recht flotten Beat entwickelt.

Der Combichrist hat wieder zugeschlagen – hart und treffsicher wie immer. Die Jünger seiner Beats werden seine Botschaft mit Sicherheit hinaus in die Clubs tragen und weitere Anhänger finden. Ein solides Album, das man bedenkenlos auf jeder härteren Electro-Party spielen, und über weite Strecken auch gut privat hören kann.

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